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UBS gründet Tochtergesellschaft für den Krisenfall

Die Grossbank UBS gründet eine Tochtergesellschaft, die im Krisenfall die operative Handlungsfähigkeit gewährleisten soll. Sie verspricht sich davon auch tiefere Kapitalanforderungen.

Gewappnet für turbulente Zeiten: Die UBS gründet eine Tochtergesellschaft. (24. April 2014)
Gewappnet für turbulente Zeiten: Die UBS gründet eine Tochtergesellschaft. (24. April 2014)
Keystone

Die UBS will gewappnet sein für die nächste Krise. Nach dem Umbau der Bank in eine Holding folgt im dritten Quartal nun der nächste Schritt: Die Schweizer Grossbank gründet eine Tochtergesellschaft, die im Krisenfall die operative Handlungsfähigkeit gewährleisten soll.

In die neue Tochter sollen in den nächsten Jahren die konzernweiten Dienstleistungs- und Supportfunktionen ausgegliedert werden, wie die Bank im Quartalsbericht am Montag schreibt. Dies werde dazu beitragen die operative Kontinuität im Fall einer Abwicklung aufrecht zu erhalten.

Von dem Schritt verspricht sich die UBS nicht nur eine bessere Handlungsfähigkeit in turbulenten Zeiten, sondern auch tiefere regulatorische Kapitalanforderungen. Mit der Massnahme erfülle die Bank die Voraussetzungen für einen Rabatt auf den vorgeschriebenen progressiven Kapitalpuffer für systemrelevante Schweizer Banken, heisst es dazu.

Umbau in eine Holding

Um in einer nächsten möglichen Krise systemrelevante Teile fortführen und Problemgeschäfte abspalten zu können, hatte die UBS bereits im vergangenen Jahr den Umbau in eine Holding angekündigt, unter anderem mit einer eigenständigen Schweizer Tochtergesellschaft UBS Schweiz AG.

Um die neue Rechtsform umzusetzen, tauschte die UBS Mitte Juni Aktien der UBS AG in solche der Holdinggesellschaft UBS Group AG um. Gleichzeitig wurde die UBS Schweiz AG mit einer eigenen Banklizenz ausgestattet. Die Bank ist nach eignen Angaben das erste Institut, das in der Schweiz diesen Schritt vollzogen hat.

Tochtergesellschaft betreut rund 2,7 Millionen Kunden

Die neue Schweizer Tochter betreut rund 2,7 Millionen Kunden und weist eine Bilanzsumme von rund rund 300 Milliarden Franken auf. Beschäftigt sind bei der UBS Schweiz mehr als 11'000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Neben der Schweiz soll es künftig auch Tochtergesellschaften in den USA und Grossbritannien geben. Für die UBS Limited in Grossbritannien sei ein eigenständiges Geschäfts- und Betriebsmodell umgesetzt und in den USA Pläne für eine Zwischenholdingsgesellschaft eingereicht worden, schreibt die Bank am Montag zum Umsetzungsprozess.

SDA/pat

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