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UBS bei New Yorker Gericht abgeblitzt

Die Schweizer Grossbank UBS hat in New York eine Niederlage erlitten. Ein Gericht hat den Antrag der Bank auf Abweisung einer Klage im Zusammenhang mit umstrittenen Hypothekengeschäften abgewiesen.

Dunkle Zeiten für die UBS: Trams verkehren am Zürcher Paradeplatz, wo sich der Hauptsitz der Grossbank befindet.
Dunkle Zeiten für die UBS: Trams verkehren am Zürcher Paradeplatz, wo sich der Hauptsitz der Grossbank befindet.
Keystone

Die UBS hat bei einem New Yorker Bezirksgericht beantragt, eine Klage wegen umstrittener Hypothekengeschäfte abzuweisen. Gestern hat das Gericht den Antrag der Schweizer Grossbank abgelehnt.

Kläger ist die Aufsichtsbehörde der beiden grössten staatlichen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac, die Federal Housing Finance Agency (FHFA). Sie wirft der UBS vor, die Qualität der an die beiden professionellen Investoren verkauften Kreditbündel falsch dargestellt zu haben.

16 weitere Banken im Visier

Der Klageschrift zufolge macht die Behörde einen finanziellen Schaden von mehr als 1,1 Milliarden Dollar geltend. Im Visier der FHFA stehen 16 weitere Banken, unter ihnen auch die Credit Suisse. Die Prozesse dürften sich nach Einschätzung von Experten über Jahre hinziehen.

Die beiden Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac hatten beim Platzen der Finanzblase vor rund vier Jahren hohe Summen verloren und mussten verstaatlicht werden.

Dass die Finanzkraft von Immobilienkäufern notorisch und offenbar auch systematisch überschätzt wurde, um mehr Kredite zu vergeben, gilt als zentrale Ursache der Krise. Dabei verliess sich der Markt darauf, dass der Wert der mit den Hypotheken belasteten Immobilien immer weiter und in anhaltend hohem Tempo steigt.

(SDA)

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