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Trotz vieler Katastrophen: Swiss Re steigert Gewinn

Der Schweizer Rückversicherer hat seinen Gewinn gesteigert. Ohne die Rückzahlung der Wandelanleihe an Warren Buffett wäre der Gewinn noch höher ausgefallen.

Erfreuliche Zahlen: Der Hauptsitz der Swiss Re in Zürich.
Erfreuliche Zahlen: Der Hauptsitz der Swiss Re in Zürich.
Keystone

Swiss Re hat im vergangenen Jahr 863 Millionen Dollar Gewinn geschrieben. Das sind 74 Prozent mehr als im Vorjahr, wie der zweitgrösste Rückversicherer der Welt am Donnerstag bekannt gab. Den Aktionären winkt eine kräftige Dividendenerhöhung von 1 Fr. im Vorjahr auf 2,75 Franken.

Im Ergebnis zeigt sich allerdings die vorzeitige Rückzahlung einer Wandelanleihe an den US-Financiers Warren Buffett, der Swiss Re in der Krise mit einer 3-Milliarden-Franken-Anleihe ausgeholfen hatte. Ohne diesen Effekt hätte Swiss Re nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr 2,3 Milliarden Dollar verdient.

«Dies verdeutlicht die eigentliche Leistung des Unternehmens», sagte Finanzchef George Quinn während einer Telefonkonferenz. Swiss Re gehe gestärkt aus dem Jahr 2010 hervor. Der Konzern war 2008 wegen riskanten Investmentgeschäften massiv in die roten Zahlen gerutscht, hat seitdem aber die gefährlichen Risiken weitestgehend abbauen können.

Aktie verliert

Die Kosten der Rückzahlung an Buffett mit Prämie, Zinsen und Währungseffekten belasten Swiss Re mit 1,4 Milliarden Dollar und drücken das Ergebnis für das Schlussquartal 2010 in die roten Zahlen. Für Oktober bis Dezember weist der Konzern einen Verlust von 725 Millionen Dollar aus, nach 394 Millionen Dollar Gewinn im Vorjahreszeitraum.

Insgesamt erreichte Swiss Re die Erwartungen der Analysten nicht ganz. An der Börse verloren die Titel des Rückversicherers in den ersten Minuten nach Handelsstart 0,3 Prozent und kosteten somit 55,85 Franken. Gegen zehn Uhr erholte sich der Kurs jedoch wieder auf 56.85 Franken (Plus 1,5 Prozent).

Mehr Naturkatastrophen

Das an Naturkatastrophen reiche 2010 machte sich in der globalen Versicherungsindustrie bemerkbar. So belasteten die Erdbeben in Haiti und Chile sowie später im Jahr in Neuseeland, der Wintersturm Xynthia und auch die Überschwemmungskatastrophe im australischen Bundesstaat Queensland die Branche.

Das wichtige Haftpflicht- und Schadengeschäft der Swiss Re blieb dennoch profitabel: Der Aufwand für Schadensleistungen und Kosten betrug 93,9 Prozent der Prämieneinnahmen (Combined Ratio). Das schadenarme 2009 hatte Swiss Re aber eine Combined Ratio von 88,3 Prozent ermöglicht.

Neue Struktur

Die Prämieneinnahmen lagen mit 19,65 Milliarden Dollar 13 Prozent unter dem Vorjahr, was aber auch damit zusammenhängt, dass der Rückversicherer Geschäfte nicht mehr zeichnet, die er für zu wenig profitabel hält. Die Erneuerungsrunde im Januar 2011 sei positiv verlaufen, gab der Konzern weiter bekannt.

Weiter gab das Unternehmen bekannt, dass eine neue rechtliche Struktur eingeführt werden soll, das aus den drei Geschäftsbereichen Rückversicherung, Admin Re und Corporate Solutions bestehen werde. Näheres gibt Swiss Re Ende März bekannt.

SDA/jak

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