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Trotz guter Zahlen – UBS überzeugt Analysten weniger als CS

Die Halbjahreszahlen der UBS liegen zwar über den durchschnittlichen Erwartungen. Das deutlich bessere CS-Ergebnis dämpft das positive Echo darüber jedoch.

Mehr erwartet: Die Halbjahreszahlen der UBS sind zwar gut, vermögen aber nicht alle zu überzeugen.
Mehr erwartet: Die Halbjahreszahlen der UBS sind zwar gut, vermögen aber nicht alle zu überzeugen.
Ennio Leanza, Keystone

Gut, aber weniger gut als die Credit Suisse: So reagierten die Anleger auf die vorgelegten Quartalszahlen der UBS. Der Kurs der Namenaktien sank entsprechend in der ersten Stunde des Handels. Um 10 Uhr lag er 2,04 Prozent im Minus bei noch 21,13 Franken.

Die Grossbank hat die Veröffentlichung ihrer Quartalszahlen aufgrund von Medienberichten in der Sonntagspresse um einen Tag vorgezogen. Die Zahlen liegen über den durchschnittlichen Erwartungen der Analysten.

Allerdings dürften einige Anleger nach der deutlich positiveren Ergebnisüberraschung der Credit Suisse und den in der Presse erwähnten höheren Gewinnzahlen mehr erwartet haben.

Insgesamt zeigen sich die Analysten in ersten Reaktionen von den Zahlen der UBS aber angetan. Gelobt wird insbesondere die weiter gestärkte Kapitalposition der Grossbank. Die harte Kernkapitalquote hat sich auf 14,4 Prozent verbessert.

Vontobel traut UBS Ausschüttung attraktiver Bardividenden zu

«Kapital ist das Highlight», überschreibt die Bank Vontobel ihren Kommentar. Auch die Zürcher Kantonalbank, der Broker Kepler Cheuvreux und die Bank J. Safra Sarasin loben die Kapitalstärke. Die überlegene Kapitalposition zusammen mit der gut ausbalancierten Geschäftsstrategie seien die Schlüsselfaktoren für das künftige Wachstum, schreibt Safra Sarasin.

Vontobel und die Zürcher Kantonalbank weisen zudem darauf hin, dass die künftig höheren latenten Steueransprüche das Kapital zusätzlich stärken dürften. Vontobel gibt sich vor diesem Hintergrund überzeugt, dass die UBS in der Lage ist, attraktive Bardividenden auszuschütten.

UBS zeigt nicht gleiche Stärke wie CS Unter den Geschäftsbereichen werden die Vermögensverwaltung sowie der Aktienhandel innerhalb der Investment Bank positiv hervorgehoben. Weniger gut aufgenommen wird das Ergebnis des Vermögensverwaltungsgeschäfts in den USA. Als Grund führt die Zürcher Kantonalbank die abermals hohen Kosten an, die jedoch vor allem auf nicht erwartete Rückstellungen für Rechtskosten zurückzuführen seien.

Der Broker Kepler Cheuvreux weist in seinem Kommentar darauf hin, dass die UBS-Zahlen zwar über den Erwartungen liegen, dass sie aber weniger überzeugend ausgefallen seien als diejenigen der CS. Ähnlich tönt es auch im Fazit der Zürcher Kantonalbank: Im Vergleich zur Credit Suisse zeige die UBS im zweiten Quartal nicht die gleiche Stärke.

SDA/kko

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