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Toyota ruft mehr als 6 Millionen Autos zurück

Letzten Monat zahlte Toyota 1,2 Milliarden Dollar Strafe, weil Defekte vertuscht und Autos zu spät zurückgerufen wurden. Nun folgt der nächste Schlag: Mehr als 6,7 Millionen Autos müssen in die Werkstätten.

Probleme an der Sitzschiene oder der Lenksäule: Toyota Yaris warten auf die Verschiffung.
Probleme an der Sitzschiene oder der Lenksäule: Toyota Yaris warten auf die Verschiffung.
Reuters

Erneut muss der japanische Autohersteller Toyota weltweit massenhaft Autos zurückrufen. Betroffen seien 6,76 Millionen Fahrzeuge aus 27 Modellreihen der Baujahre April 2004 bis August 2013, teilte das Unternehmen mit. Sie seien unter anderem in Europa, den USA und Japan ausgeliefert worden. Betroffen sind auch rund 18'000 Autos in der Schweiz. Zuletzt hatte der weltgrösste Autohersteller 2009/10 massenhaft Fahrzeuge zurückgerufen. Damals war ihm vorgeworfen worden, Mängel vertuscht zu haben.

Dieses Mal seien unter anderem defekte Motoranlasser Grund für die Rückrufaktion, teilte Toyota mit. Es gebe Berichte über zwei dadurch ausgelöste Brände. Allerdings seien keine Unfälle oder Verletzungen gemeldet worden, die im Zusammenhang mit den Rückrufen stünden. Darüber hinaus gebe es Probleme mit Sitzschienen, der Lenksäule, dem Motor des Scheibenwischers und einem am Airbag-Modul befestigten Kabel. In die Werkstatt müssen viele Modelle, unter anderem Corolla, RAV4, Matrix, Yaris, Highlander und Tacoma.

Betroffen seien auch der Pontiac Vibe und der Subaru Trezia, hiess es. Der Pontiac ist eigentlich ein Modell von General Motors. Er muss dennoch in die Werkstatt, weil Toyota und GM Autos in derselben Fabrik in Kalifornien herstellen und der Pontiac baugleich mit dem Toyota Matrix ist. Subaru gehört Toyota teilweise. Der Trezia ist baugleich mit dem Toyota Ractis.

Strafe von 1,2 Milliarden Dollar

Betroffen vom Rückruf sind 2,3 Millionen Fahrzeuge in Nordamerika, 1,09 Millionen in Japan und 810'000 in Europa. In die Werkstatt müssen aber auch Autos in Afrika, Südamerika und dem Nahen Osten.

2009 und 2010 hatte Toyota zuletzt massenweise Autos zurückgerufen. Dem Unternehmen war damals vorgeworfen worden, dass der Rückruf zu spät erfolgt sei. Es gab Probleme mit mangelhaften Fussmatten, klebriger Gaspedale und defekter Bremsen.

Erst vor einem Monat hatte sich Toyota mit dem US-Justizministerium darauf geeinigt, wegen zurückgehaltener Informationen über Mängel eine Strafe von 1,2 Milliarden Dollar zu zahlen. Zuvor hatte Toyota wegen verspäteter Berichte über Probleme beim Beschleunigen bereits Strafen von mehr als 66 Millionen Dollar gezahlt.

Derzeit ist der Fokus in den USA bei Rückrufaktionen jedoch auf General Motors gerichtet. Erst im Februar hatte GM eine grossangelegte Rückruf-Aktion von rund 2,6 Millionen Fahrzeugen gestartet. Aus internen Dokumenten war aber bekanntgeworden, dass GM mehr als zehn Jahre von gefährlichen Problemen bei Kleinwagen wusste, ohne etwas zu unternehmen. Defekte Zündschlösser in Kleinwagen werden mit dem Tod von mindestens 13 Menschen in den vergangenen Jahren in Zusammenhang gebracht.

AFP/sdaTAP/fko

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