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Ticketgebühren sind bald Geschichte

Das Seco fordert transparente Ticketpreise für Veranstaltungen. Am meisten umstritten ist Marktführer Ticketcorner.

Freuen sich trotz Gebühren über ihr Ticket: U2-Fans zeigen ihre Billette.
Freuen sich trotz Gebühren über ihr Ticket: U2-Fans zeigen ihre Billette.
Keystone

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hat den Schweizer Ticketanbietern Ende Juli einen Brief geschrieben und sie aufgefordert, ihre Gebührenpraxis zu prüfen und anzupassen. Gemäss dem Schreiben, das der «NZZ am Sonntag» vorliegt, müssen Konsumenten künftig ein Ticket zum aufgedruckten Preis bestellen und bezahlen können.

Dies ist heute beim grössten Anbieter Ticketcorner nicht möglich. Besonders umstritten sind dabei die Print@home-Gebühren. Hier fallen pro Bestellung Gebühren zwischen 80 Rappen und 3.50 Franken an. Dies, obwohl der Kunde dabei die eigene Hardware nutzt und zusätzlich Tinte und Papier selbst bezahlt. Diese Tickets seien leicht zu kopieren, und man benötige für die Kontrolle eine aufwendige Infrastruktur.

Seit Ticketcorner die Print@home-Gebühr im Jahr 2011 eingeführt hat, gab es laut Guido Sutter, Leiter Recht beim Seco, immer wieder Beanstandungen von Konsumenten, wie die Zeitung schreibt. Er will der Praxis von Ticketanbietern, die Bezugsgebühren nicht in den Gesamtpreis einzuschliessen, einen Riegel vorschieben.

«Ich bin zuversichtlich, dass wir mit dem Seco eine Lösung finden werden», sagt Ticketcorner-Chef Andreas Angehrn. Auch beim zweitgrössten Anbieter Starticket kann man heute die Karten nur bis elf Tage vor der Veranstaltung gratis beziehen und bezahlen. Auf Anfrage der «NZZ am Sonntag» bestätigte Starticket, dass man diese «Schwachstelle» bis Ende August beheben wolle.

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