Zum Hauptinhalt springen

Swiss fliegt 118 Millionen Gewinn ein

Trotz weniger Passagieren machte die Schweizer Airline im ersten Halbjahr einen satten Gewinn. Weniger rosige Zeiten erlebt das Mutterhaus Lufthansa.

Die Fluggesellschaft hält sich trotz harter Konkurrenz gut im Geschäft: Eine Maschine der Swiss am Flughafen Zürich.
Die Fluggesellschaft hält sich trotz harter Konkurrenz gut im Geschäft: Eine Maschine der Swiss am Flughafen Zürich.
Keystone

Die Fluggesellschaft Swiss ist trotz härterer Konkurrenz erfolgreich unterwegs. Die Lufthansa-Tochter weist einen Halbjahresgewinn von 118 Millionen Franken aus. Das sind 64 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode.

Für den Gewinnsprung sind allerdings buchhalterische Effekte durch die Anfang Jahr geänderte Abschreibungsmethode der Lufthansa-Gruppe verantwortlich. Klammert man diesen Effekt aus, bewegt sich das Resultat auf Vorjahresniveau, wie die Swiss schreibt. Für die ersten sechs Monate 2013 hatte die Airline einen Überschuss von 72 Millionen Franken bekannt gegeben.

Auch der Betriebsertrag genannte Umsatz betrug im Semestervergleich praktisch unverändert 2,517 Milliarden Franken. Wie bereits bekannt, sank die Zahl der Passagiere leicht um 0,5 Prozent auf 7,74 Millionen.

Hart daran gearbeitet

Vom Gewinn geht mit 115 Millionen Franken der grösste Teil auf das Ergebnis im zweiten Quartal zurück. Das Umfeld sei aber unverändert schwierig: «Swiss schlägt sich im Wettbewerbsvergleich zwar gut, von einer Beruhigung der Marktlage ist aber nichts zu verspüren, insofern müssen wir uns den Erfolg weiterhin hart erarbeiten», wird Swiss-Chef Harry Hohmeister zitiert.

Swiss bekomme den zunehmenden Wettbewerbsdruck insbesondere in Europa aber auch auf den Nordatlantik-Strecken zu spüren, der Zerfall der Durchschnittserlöse belaste die Erträge deutlich. Für das Gesamtjahr geht Hohmeister dennoch davon aus, das Ergebnis von 2013 (264 Millionen Franken Gewinn) deutlich zu übertreffen; auch dies massgeblich wegen der neuen Abschreibungspolitik für Flugzeuge.

«Nicht zufriedenstellend»

Weniger rosig sieht es beim Mutterhaus Lufthansa aus. Der Pilotenstreik und sinkende Ticketerlöse auf einigen Strecken haben der Airline den Frühling verhagelt. Der operative Gewinn sei im zweiten Quartal um 17 Prozent auf 359 Millionen Euro gefallen, teilt das Unternehmen mit.

Nur dank der Verbesserungen aus dem ersten Quartal stieg der operative Gewinn in der ersten Jahreshälfte um 56 Prozent auf 114 Millionen Euro. Der Nettoverlust verringerte sich im ersten Halbjahr um 61 Prozent auf 79 Millionen Euro.

«Das zweite Quartal war überhaupt nicht zufriedenstellend», sagte Finanzchefin Simone Menne. Die Lufthansa müsse in der wichtigen Sommersaison einiges aufholen.

«Neue Billigairline»

Im Passagier- und im Frachtgeschäft hätten Überkapazitäten, insbesondere auf Amerika-, Europa- und zuletzt auch auf Asien-Pazifik-Strecken, zu Preisrückgängen geführt. Zudem haben Wertberichtigungen auf ausstehende Geldforderungen in Venezuela sowie der Streik der Piloten im April das Ergebnis mit jeweils 60 Millionen Euro belastet.

Aufholen will die Fluggesellschaft mit neuen Billigablegern unter der Marke Wings im Kurz- und Langstreckenverkehr. Mit der Strategie will der neue Lufthansa-Chef Carsten Spohr schnell wachsenden Rivalen wie Easyjet oder Ryanair in Europa Paroli bieten. Erster Standort der neuen Eurowings wird bekanntlich Basel.

Auch auf der Langstrecke plant die Lufthansa eine neue Günstig-Airline – nach derzeitigem Stand mit einem Turkish Airlines Partner. Der deutsche Konzern mit 117'000 Mitarbeitern hält an den Geschäftserwartungen fest: Dieses Jahr wird ein Betriebsergebnis von einer Milliarde Euro erwartet, für 2015 werden zwei Milliarden Euro angepeilt.

SDA/wid

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch