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Swatch fordert von der UBS 30 Millionen Franken

Der Streit zwischen dem Uhrenhersteller und der Grossbank geht in die nächste Runde: Swatch hat gestern eine 107-seitige Klage gegen die Schweizer Grossbank eingereicht.

Die Klage der Swatch-Group gegen die Grossbank UBS sei beim Zürcher Handelsgericht übergeben worden, bestätigte Swatch-Sprecherin Beatrice Howald auf Anfrage eine entsprechende Meldung von «20 Minuten online». Sie wollte keine Angaben zur beklagten Summe machen.

Swatch-Vertreter Daniel Fischer bestätigte jedoch auf Anfrage, dass Swatch von der UBS eine Summe von 30 Millionen Franken inklusive Zinsen fordere. Swatch wirft der UBS laut Fischer vor, mit sogenannten Absolute-Return- und Kapitalschutz-Anlagen der UBS 25 Millionen Franken verloren zu haben. Die Türe für eine einvernehmliche Lösung sei nach wie vor nicht geschlossen, sagte Fischer. UBS äussert sich nach früheren Angaben nicht zum Verfahren.

Ausbau der Produktionskapazitäten

Derweil kommt der weltgrösste Uhrenhersteller Swatch angesichts der starken Nachfrage kaum mit der Produktion hinterher. «Die grosse Herausforderung in diesem Jahr wird es sein, die Ware zu den Kunden zu bringen», sagte Konzernchef Nick Hayek am Donnerstag vor den Medien in Biel. Derzeit plane der Hersteller von Uhren der Marken Breguet, Blancpain und Omega einen Ausbau der Produktionskapazitäten, um die Nachfrage zu befriedigen, sagte er. Swatch werde in diesem Jahr 200 bis 250 Millionen Franken investieren. Alle Konzernbereiche und Märkte, mit Ausnahme Griechenlands und Japans, stünden vor starkem Wachstum, sagte Hayek weiter.

Sorgen bereitet Swatch derzeit der starke Franken. «Die Preisgestaltung in den Märkten ausserhalb der Schweiz ist derzeit äusserst schwierig», sagte Finanzchef Thierry Kenel. Im Februar hatte Swatch Preiserhöhungen von vier bis sechs Prozent angekündigt.

Neue Arbeitsplätze

Zur Bewältigung der Kapazitätsengpässe will Swatch in der Schweiz eine neue Produktionsstätte in La Chaux-de-Fonds errichten, wie Hayek bereits letzte Woche bekannt gab. 2010 konnte Swatch die Zahl der Beschäftigten um 1600 erhöhen. Im laufenden Jahr sollen mindestens 1000 zusätzliche Beschäftigte eingestellt werden. Es sei schwierig, qualifizierte Mitarbeiter zu finden, sagte Hayek.

Für 2011 erwartet Swatch einen Umsatz von mehr als sieben Milliarden Franken. Das wäre im Vergleich zu 2010 eine Steigerung von 8,7 Prozent. Im abgelaufenen Jahr hatte Swatch die Verkäufe um 19 Prozent auf 6,44 Milliarden Franken angehoben. Innerhalb der nächsten drei Jahre könnten die Verkaufserlöse erstmals die Zehn-Milliarden-Franken- Marke erreichen. Die positive Markteinschätzung von Swatch wird auch von Konkurrenten wie Richemont, Tiffany und Burberry geteilt.

Rücktritt von Swatch-Vizepräsident

Wie Swatch am Donnerstag weiter mitteilte, tritt Peter Gross, Vizepräsident der Swatch Group aus Altersgründen per Ende Mai zurück. Ein neues VR-Mitglied wird vom Verwaltungsrat nicht vorgeschlagen.

Der 1931 geborene Peter Gross gehört dem Verwaltungsrat seit 1983 an, als die kränkelnden Uhrenunternehmen ASUAG und SSIH zur Swatch- Group AG fusionierten. Seit 1998 ist er auch Vizepräsident. Zuvor hatte Gross den Verwaltungsrat der SSIH präsidiert, und er war Mitglied des ASUAG-Verwaltungsrates.

SDA/jak

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