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Sulzer schliesst Standort in der Schweiz und reduziert im Ausland

Der Industriekonzern Sulzer entlässt 20 Mitarbeiter in Allschwil BL. Auch in Asien und Kanada wird Personal abgebaut.

Geschäftsrückgang: Der Industriekonzern muss in Allschwil, aber auch anderswo Personal abbauen. (Archiv)
Geschäftsrückgang: Der Industriekonzern muss in Allschwil, aber auch anderswo Personal abbauen. (Archiv)
Steffen Schmidt, Keystone

Der Industriekonzern Sulzer schliesst eine Produktionsstätte der Division Chemtech in Allschwil BL. Von der Schliessung betroffen seien 20 Mitarbeiter, teilte Sulzer am Mittwoch mit. Auch in China, Singapur und Kanada werden Fabrikationskapazitäten abgebaut.

Geschlossen wird in Allschwil die Produktionswerkstatt Apparatebau. Dort war letztes Jahr bereits kurz gearbeitet worden. Einerseits habe der starke Franken und anderseits die Konkurrenzsituation in diesem Bereich zu Problemen geführt, sagte ein Sulzer-Sprecher auf Anfrage.

80 Mitarbeiter erzielten 37-Millionen-Umsatz

Am Standort in Allschwil beschäftigt Sulzer nach dem Abbau immer noch rund 94 Mitarbeitende. Sie sind in der verbleibenden Werkstatt Modulbau, im Labor oder im Back-Office-Bereich tätig.

Sulzer hatte die Kühni AG, einen Spezialisten für thermische Trennverfahren mit Sitz in Allschwil, 2008 gekauft. Kühni hatte damals mit 80 Mitarbeitenden einen Umsatz von 37 Millionen Franken erzielt.

Abbau in China und Südostasien

Aufgrund des derzeitigen Geschäftsrückgangs in Asien mit schrumpfenden Märkten in China und Südostasien hat sich Sulzer auch in diesen Regionen entschieden, Massnahmen zur Anpassung der operativen Struktur der Division Chemtech durchzuführen.

So reduziert Sulzer auch den Personalbestand sowie Produktionskapazitäten am Chemtech-Standort Shanghai. Der Abbau von rund 130 Mitarbeitenden habe hauptsächlich durch natürliche Fluktuation erreicht werden können.

Als Folge der langsamen Marktentwicklung in Südostasien habe Sulzer zudem entschieden, die Produktionsaktivitäten am Chemtech-Standort Singapur ab 15. Juli einzustellen. 16 Mitarbeitende hätten entlassen werden müssen.

Basierend auf mangelnden westkanadischen Investitionen in Ölsand-Ausrüstung werde Mass Transfer Technology Kanada die Produktion an ihrem Standort in Edmonton in Kanada ab Ende Juni einstellen. Davon betroffen seien sechs Mitarbeitende.

Unterschiedliche Entwicklung bei Chemtech

Während der Geschäftsgang im Bereich Chemtech in China und Südostasien nicht wunschgemäss verläuft, entwickeln sich die Märkte in der Geschäftseinheit Mass Transfer Technology (Stoffaustauschtechnologie) in Europa, dem Nahen Osten, Indien, Russland und Afrika sowie in Nord-, Mittel- und Südamerika laut Sulzer weiterhin positiv.

Die Sparte Chemtech mit ihren Trenn-, Misch- und Servicelösungen verzeichnete im ersten Quartal ein Nachfrage-Plus von nominal 17,8 Prozent auf 210,8 Millionen Franken. Hauptgrund dafür war ein Grossauftrag aus dem Nahen Osten. Ohne diesen Auftrag entwickelte sich die Nachfrage im Öl- und Gasmarkt stabil.

SDA/fal

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