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Strabag arbeitet sich zu Branchenleader vor

Der österreichische Baukonzern Strabag plant, die Schweiz zu einem Kernmarkt des international tätigen Unternehmens aufzuwerten.

Strabag will sich zu den drei Grossen der Branche vorarbeiten. Die Strabag-Gruppe ist mit einem Umsatz von rund 17,3 Milliarden Franken einer der grössten Baukonzerne Europas. In der Schweiz ist sie mit einem Umsatz von 540 Millionen Franken erst die Nummer sechs. Marktführer ist Implenia mit einem Umsatz von 2,8 Milliarden Franken, gefolgt von Losinger und Walo.

Im laufenden Jahr will Strabag zwar die Umsatzmarke von 600 Millionen Franken knacken, wie Verwaltungsratspräsident Peter Murer am Mittwoch vor den Medien in Zürich sagte. Um zu den grossen Drei zu gehören, muss Strabag wohl aber andere Unternehmen schlucken.

«Derzeit ist aber nichts in Prüfung», sagte Generalsekretär Christian Ebner. «Wir sind opportunistisch, wenn sich etwas auftun würde.» Mit Blick auf eine Übernahme des Marktführers Implenia hat sich laut Ebner nichts geändert: «Es gilt weiterhin: Das Management muss uns wollen. Und wir wollen die Mehrheit.»

In der Rolle eines reinen Investors sieht sich der Konzern nicht. Und schliesslich wäre eine Übernahme auch eine Frage des Preises, ergänzte Ebner.

Gemeinsam mit Implenia

Doch auch ohne Übernahme: Die beiden Baukonzerne arbeiten bereits zusammen beim Bau der Basler Messe, einem Projekt mit einem Volumen von 300 Millionen Franken. Dies sei das erste gemeinsame Projekt im Hochbau in dieser Grössenordnung.

Strabag selber hat in der Schweiz zahlreiche weitere Projekte in der Pipeline. So plant der Konzern unter anderem den Bau von rund 50 Aldi-Läden. Zudem sollen jene beiden Geschäftsteile wachsen, die nicht direkt mit Bauen zu tun haben: der Projektbereich (Real Estate) und die Haustechnik (Facility Management).

Einheitlicher Auftritt

Die Gruppe will in der Schweiz, wo sie inzwischen 1250 Personen beschäftigt, nun einheitlicher auftreten: Züblin Murer wird in Strabag umfirmiert. Murer Tunnelbau in Erstfeld sowie dessen Zweigniederlassungen Murer Sedrun und Disentis treten per sofort ebenfalls unter dem Gruppennamen auf.

Weitere Schweizer Bauunternehmen der Gruppe - so Eggstein, Egolf und Meyerhans - treten zunächst noch unter ihren bisherigen Namen am Markt auf. «Das wird sich aber auch noch ändern», sagte Murer.

Die Umbenennung eines Teils der neuen Strabag-Unternehmen erfolgt, nachdem der Konzern im Mai in der Schweiz die gleichnamige StraBAG-Gruppe übernommen hat. Die Namensgleichheit erlaubte es den Österreichern bisher nicht, unter dem Namen Strabag in der Schweiz aufzutreten.

SDA/mbr

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