UBS erhält 6 Milliarden Franken vom Bund

Der Bundesrat beteiligt sich an der Grossbank. Ausserdem lagert die UBS faule Papiere für 68 Milliarden Franken aus, die Nationalbank sichert sie ab.

Die faulen Wertpapiere werden in eine Zweckgesellschaft ausgelagert. Diese wird von der Nationalbank mit 54 Milliarden Dollar (61 Milliarden Franken) finanziert, die UBS schiesst lediglich 6 Milliarden Dollar ein. Sie kann dieses Kapital später zurückkaufen, sobald der Kredit der SNB zurückbezahlt ist. Über diesen Umweg sollen diese Papiere der UBS «geordnet» liquidiert werden. Die Nationalbank erhält die volle Kontrolle über die Zweckgesellschaft.

Der Bund stärkt ausserdem mit der Zeichnung einer Pflichtwandelanleihe von 6 Milliarden Franken die Eigenmittelbasis der UBS. Die Finanzdelegation habe dem erforderlichen Kredit bereits zugestimmt.

Befreiungsschlag für die UBS

Für die UBS kommt die staatliche Hilfe einem Befreiungsschlag gleich. Sie kann potenzielle künftige Verluste aus faulen Wertpapieren beschränken, die Refinanzierung verbessern, risikogewichtete Aktiven abbauen und die Bilanz entlasten.

Die staatliche Hilfe erhält die UBS nicht zum Nulltarif. Der Bundesrat will künftig bei Boni und Abgangsentschädigungen mitreden. Der Bund wird ferner für das eingegangene Risiko «angemessen» entschädigt.

Strenge Auflagen des Bundes

Die Beteiligung an der UBS werde «auf die notwendige Höhe» begrenzt und solle sobald wie möglich an private Investoren weiterverkauft werden. Der Bundesrat wolle andere Investoren ergänzen und nicht ersetzen.

Die Beteiligung erfolge zu «marktkonformen» Konditionen, sagte Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf an der heutigen Medienkonferenz. Das Engagement solle nicht zu Sparmassnahmen im Staatsbudget für das Jahr 2009 führen.

oku/sda

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt