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Starker Franken drückt Schindler nach unten

Der Schweizer Lift- und Rolltreppenbauer verbucht zwar im ersten Halbjahr einen Gewinnzuwachs, der Auftragseingang ging aber zurück. Der starke Franken wirkt wie Sand im Getriebe.

Der Umsatz liegt nach dem ersten Halbjahr 2011 um 5,7 Prozent tiefer bei 3,81 Milliarden Franken. Der Reingewinn konnte um 4,1 Prozent auf 353 Millionen Franken zulegen. Auf operativer Ebene weist Schindler einen Betriebsgewinn (Ebit) von 433 Millionen Franken aus - das ist ein Rückgang von über 8 Prozent, wie der Konzern mitteilte. In Lokalwährungen würde ein Plus von knapp vier Prozent resultieren.

Beim Umsatz hatten die Umrechnungskurse einen negativen Einfluss von 462 Millionen Franken. Derweil ging der Auftragseingang um 6,5 Prozent auf 4,24 Milliarden Franken zurück. In Lokalwährungen hätte sich ein Plus von 4,8 Prozent ergeben. Analysten hatten mit weniger guten Ergebnissen gerechnet. Die Nachfrage nach Schindler-Produkten sei gut, schreibt das Unternehmen in der Mitteilung. Zum Wachstum in Lokalwährungen hätten alle Regionen einen Beitrag geleistet. Am stärksten war das Wachstum in der Region Asien/Pazifik.

Wachstum angepeilt

Um seine Marktstellung in dieser Region auszubauen hat Schindler mit einer chinesischen Aufzugsfirma ein Joint Venture gegründet. Auch in Kolumbien will das Unternehmen wachsen. Darum hat Schindler die dort führende Aufzugsmarke «Andino» übernommen. Die Bewilligungen der zuständigen Behörden seien inzwischen für beide Transaktionen eingetroffen. Sie wurden darum Anfang August vollzogen, schreibt Schindler.

Damit aber nicht genug: In Saudiarabien, dem grössten Markt der Golf-Region, startete Schindler im Juli 2011 eine strategische Partnerschaft mit der Olayan Financing Company (OFC). Olayan erwarb eine Minderheitsbeteiligung von 10 Prozent an der lokalen Schindler- Gesellschaft.

Tieferer Jahresgewinn erwartet

Insgesamt habe sich das Geschäft im ersten Semester im Rahmen der Erwartungen für das Gesamtjahr 2011 entwickelt. Allerdings werde der starke Schweizer Franken auch im zweiten Semester die Konzernrechnung belasten. Sollte die jüngste Aufwertung des Schweizer Frankens im zweiten Halbjahr anhalten, dürfte der Konzerngewinn 2011 den Vorjahreswert «merklich» unterschreiten.

SDA/miw

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