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Springt der schwedische Konzern Skistar in Andermatt ab?

Beim geplanten Ausbau des Skigebietes zwischen Andermatt UR und Sedrun GR wird vorerst wohl nicht die Maximalvariante realisiert. Gefahr erwächst dem Projekt durch zu hohe Erwartungen an die öffentliche Hand.

So ists geplant: Künftige Skiregion zwischen Andermatt und Sedrun.
So ists geplant: Künftige Skiregion zwischen Andermatt und Sedrun.
Infografik «Tages-Anzeiger»

Zurzeit liegt der Plan für den Ausbau des Skigebietes Andermatt- Sedrun öffentlich auf. Das Projekt sieht unter anderem 18 Liftanlagen und Bahnen vor. Die Gesamtkosten werden auf über 200 Millionen Franken veranschlagt.

Betrieben werden soll das Skiresort von der Andermatt Surselva Sportbahnen (ASS). Die heutigen Andermatt Gotthard Sportbahnen AG (AGS) und die Sedrun Bergbahnen AG (SB) sollen in dieser neuen von der schwedischen Skistar AB und der Sawiris-Firma Andermatt Swiss Alps gegründeten Firma aufgehen.

Forderungen an öffentliche Hand unrealistisch

Doch nun scheint das Projekt gefährdet, zumindest in der angestrebten Maximalvariante, wie Berichten der «Neuen Urner Zeitung» und des «Urner Wochenblattes» vom Mittwoch zu entnehmen ist. Unter anderem ist darin die Rede von einem möglichen Absprung der schwedischen Skistar.

Gefahr erwächst dem Projekt durch zu hohe Erwartungen an die öffentliche Hand. Die ASS erwartet bis zu 88 Millionen Franken über die Neue Regionalpolitik (NRP). Diese Summe dürfte zu hoch liegen und politisch schwierig durchzusetzen sein, wie Franz Steinegger, Verwaltungsratspräsident der AGS, bestätigt.

«Die Vision stellt niemand infrage», so Steinegger gegenüber der Nachrichtenagentur SDA, «die ist auch im Richtplan so enthalten.» Allerdings könne man nicht einfach den Richtplan als Businessplan umsetzen. Die AGS habe deshalb von Anfang an Vorbehalte gehabt. «Das haben jetzt auch die andern Partner eingesehen.»

Partner gehen über die Bücher

Nach Steineggers Einschätzung besteht aber die Bereitschaft zur Etappierung des Projektes. Die Partner wollten das Projekt noch einmal anschauen mit verlässlichen Zahlen. Bis Ende November soll zudem auch bekannt sein, wie gross der Beitrag der öffentlichen Hand ist.

Eine akute Gefahr für den Ausstieg von Skistar besteht laut Steinegger nicht. «Aber Skistar ist ein börsenkotiertes Unternehmen und kommt nicht nach Uri, um Geschenke zu machen.»

Eine Redimensionierung des Projektes könnte möglicherweise auch zur Lösung eines anderen Problems beitragen und den Umweltverbänden den Wind aus den Segeln nehmen. Die haben nämlich im Rahmen der öffentlichen Planauflage hinsichtlich der Umweltverträglichkeit Einsprachen angekündigt.

SDA/sam

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