Zum Hauptinhalt springen

Spotify will Schweden den Rücken kehren

Zu hohe Steuern, zu wenig Know-how: Der Streamingdienst Spotify kritisiert die Bedingungen in der Heimat und droht mit Wegzug in die USA.

Mehr als 30 Millionen zahlende Nutzer: Die Spotify-App auf einem Smartphone. (Symbol)
Mehr als 30 Millionen zahlende Nutzer: Die Spotify-App auf einem Smartphone. (Symbol)
Christian Beutler, Keystone

Die Gründer des Musik-Streamingdienstes Spotify drohen damit, ihre Heimat Schweden mitsamt dem Unternehmen zu verlassen. «Der Gesetzgeber muss verstehen, dass wir in einem weltweiten Konkurrenzkampf um Talente stehen», erklärten Daniel Ek und Martin Lorentzon am Dienstag in einem offenen Brief. «Wir fragen uns, ob wir in Stockholm oder in New York wachsen sollten.»

Unter anderem sei Wohnraum in Stockholm für Neuankömmlinge sehr teuer, bemängelten Ek und Lorentzon. Zudem besteuere Schweden Mitarbeiteraktien mit einem Satz von 70 Prozent zu stark. Auch spielten Programmierkenntnisse eine zu geringe Rolle im Schulalltag.

Skype machte es vor

Die beiden Unternehmer führten in ihrem Brief das warnende Beispiel anderer erfolgreicher Start-ups an, die in Schweden gegründet und inzwischen von US-Konzernen aufgekauft wurden. Eins davon ist der Internet-Telefonie-Dienst Skype, der mittlerweile zu Microsoft gehört.

Ek und Lorentzon hatten Spotify im Jahr 2008 gegründet. Nach Angaben vom März hat der Streamingdienst derzeit mehr als 30 Millionen zahlende Nutzer. Spotify ist in fast 60 Ländern verfügbar. Das Unternehmen wurde zuletzt mit acht Milliarden Dollar (7,1 Milliarden Euro) bewertet.

AFP/kat

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch