Der Trick mit den Postfinance-Gebühren

Mit Spareinlagen verdienen Banken kaum Geld. Nun will die Post-Tochter Sparer durch negative Anreize in Anlageprodukte drängen.

Postfinance will zum Anbieter im Anlagegeschäft werden. Foto: Thomas Egli

Postfinance will zum Anbieter im Anlagegeschäft werden. Foto: Thomas Egli

(Bild: Keystone)

Man kann sich das Sparen sparen, sagt der Beau in die Kamera. Stattdessen sollen Anleger ihr Geld in Fonds stecken. Er würde dies auch tun: Mit diesem Werbespot versucht Postfinance seit einigen Monaten, ihre Kunden davon zu überzeugen, ihre Spargelder in Anlagefonds zu investieren. Wer bis Ende Jahr Anlagepapiere zeichnet, profitiert sogar von einer tiefen Eröffnungsgebühr von 20 Franken – unabhängig davon, wie hoch der investierte Betrag ist. Bei den Kunden kommt die Botschaft offenbar an. Zwischen Juni 2017 und Juni 2018 haben die Investitionen in Anlagefonds, Wertschriftenvermögen und Lebensversicherungen um mehr als 12 Prozent zugenommen, so ein Postfinance-Sprecher. Den grössten Zuwachs verzeichneten die Fonds.

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