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«SNB muss Handelspartner überprüfen»

Kurz nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses in Frankreich ist der Euro-Franken-Kurs erneut unter 1.20 gefallen – zum dritten Mal in diesem Monat. Devisenhändler führen dies auf Fehler im System zurück.

Die SNB hat gemäss den Zahlen von Bloomberg offenbar Mühe, den Euro-Franken-Kurs von 1.20 zu verteidigen: Der Haupteingang der Schweizerischen Nationalbank am Freitag, den 29. April 2011 in Bern.
Die SNB hat gemäss den Zahlen von Bloomberg offenbar Mühe, den Euro-Franken-Kurs von 1.20 zu verteidigen: Der Haupteingang der Schweizerischen Nationalbank am Freitag, den 29. April 2011 in Bern.

Am Sonntagabend um 20:39 ist es wieder passiert: Der Euro-Franken-Kurs ist unter die Marke von 1.20 gerutscht – auf 1.19970. Und dies zum dritten Mal in diesem Monat. Möglicherweise hat die Ankündigung des Präsidentschaftskandidaten François Hollande Spekulanten geradezu dazu eingeladen, gegen das Kursverhältnis zu wetten. Auch könnten verunsicherte Anleger zusätzlich aus dem Euro in die Fluchtwährung Schweizer Franken getrieben worden sein. Denn Hollande könnte mit seiner Absicht, den Fiskalpakt der Eurozone neu verhandeln zu wollen, die Unsicherheit im Markt auf die Spitze treiben. Für die Schweizerische Nationalbank (SNB) steht zu diesem Zeitpunkt lediglich fest: «Die Uhrzeit von 20:39 macht deutlich, dass die Transaktion ausserhalb der offiziellen Handelszeiten stattgefunden hat», sagt Sprecher Walter Meier in einem ersten Statement zu Redaktion Tamedia.

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