Zum Hauptinhalt springen

SMI startet schwach – ABB im freien Fall

Die Schweizer Börse hat im frühen Geschäft deutlich tiefer notiert. Die Rezessionssorgen und die Finanzkrise sorgen weltweit für tiefere Kurse.

Der japanische Nikkei Index hat rund 10 Prozent eingebüsst. Auch deuten die weltweit gehandelten US-Aktienfutures auf deutlich niedrigere Eröffnungskurse in den USA hin. «Die Spirale dreht sich weiter nach unten», sagte ein Händler.

Der SMI notierte nach einer guten halben Stunde um 3,6 Prozent tiefer bei 5681 Punkten. Der breite SPI sackte um 3,3 Prozent auf 4698 Zähler ab.

Dabei litten alle Sektoren unter deutlichen Kursnachlässen. So büssten etwa die arg gebeutelten ABB-Aktien, die schon am Vortag fast 20 Prozent eingebrochen waren, erneut rund 10 Prozent ein.

Verschiedene Analysten haben nach der Veröffentlichung des Quartalsberichts am Vortag ihre Ratings und Kursziele für ABB meist nach unten angepasst.

Banken verlieren

Auch die Aktien der Grossbank Credit Suisse verloren fast 9 Prozent, während die Papiere von Konkurrentin UBS gut 5 Prozent verloren.

Bei der CS wirkten laut Händlern ebenfalls die am Vortag publizierten Quartalszahlen nach. Die Bank formulierte ihren Ausblick für das vierte Quartal sehr vorsichtig, was im gegenwärtigen Börsenklima negativ aufgenommen wurde.

Nestlé, Synthes und Syngenta, die den Markt am Vortag noch gestützt hatten, litten unter Einbussen von drei bis fünf Prozent.

Noch nicht am Ende

Händler erwarteten weitere Kursrückgänge. Die Markteilnehmer hätten erst damit begonnen, eine Konjunkturabschwächung in ihre Modelle einzuarbeiten.

«Die Analysten gehen über die Bücher und stellen dabei fest, dass ihre Schätzungen noch viel zu hoch sind», sagte ein Händler.

Europäische Börsen im Sinkflug

Der Deutsche Aktienindex (Dax) ist am Freitagmorgen auf ein neues Jahrestief gefallen. In den ersten Handelsminuten stürzte er um 5,4 Prozent auf 4277 Punkte und notierte damit so niedrig wie seit Mai 2005 nicht mehr.

Alle 30 Dax-Werte lagen im Minus. Sowohl Finanzwerte als auch Industrietitel rutschten stark in die Verlustzone. Besonders stark verloren die Allianz-Aktien, die um mehr als 8 Prozent zuückfielen. Daimler und BMW verloren rund 7 Prozent. Siemens-Papiere gaben um 8,4 Prozent nach.

Die Börsen in London und Paris verloren rund 5 Prozent. Zuvor hatte der Nikkei-Index in Tokio erneut fast 10-prozentige Verluste hinnehmen müssen. Die Börsen stürzen derzeit aus Furcht vor einer schweren Rezession immer weiter in die Tiefe.

Auch der Euro geriet erneut unter Druck und notierte unter 1,27 Dollar. Das ist der niedrigste Stand der Gemeinschaftswährung seit Oktober 2007.

AP/mbr

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch