Skywork steht ohne neuen Investor da

Bern-Belp

Die Berner Fluggesellschaft Skywork fliegt ohne neuen Investor in eine ungewisse Zukunft. Das muss der Skywork-Chef einräumen.

Im vergangenen Jahr hat die Fluggesellschaft Skywork ein Defizit von 12 Millionen gemacht. Die Sponsorensuche läuft weiter.

Im vergangenen Jahr hat die Fluggesellschaft Skywork ein Defizit von 12 Millionen gemacht. Die Sponsorensuche läuft weiter.

(Bild: Urs Baumann)

Stefan Schnyder@schnyderlopez

Skywork hat ein Glaubwürdigkeitsproblem: Anfang Oktober gab die Spitze der Berner Fluggesellschaft bekannt, ein neuer Investor aus dem Kanton Bern werde bei der Fluggesellschaft einsteigen. Namen nannte man damals keine. Nun muss Skywork-Chef Rolf Hartleb einräumen, dass es diesen Investor nicht gibt: «Es gab damals interessierte Kreise, die investieren wollten. Diese Idee wurde aber leider nicht realisiert», sagte er in einem Interview dem «Bund».

Verluste von 70 Millionen

Weiter erklärte er, dass Skywork seit dem Jahr 2011 Verluste in der Höhe von 70 Millionen Franken angehäuft habe. Bislang ging man von 50 Millionen Franken aus. Dagegen verdichten sich die Hinweise, dass Daniel Borer, Rolex-Spross und grosszügiger Geldgeber von Skywork, wieder die Mehrheit an der Airline besitzt. Überprüfen lässt sich dies nicht, da Borer für die Medien bislang nicht erreichbar ist.

Kapital dringend gesucht

Skywork-Chef Rolf Hartleb hofft jedoch nicht auf eine erneute Finanzspritze von Borer: «Die Zeiten, in denen Borer Skywork mit Geld ausstattete, sind vorbei», sagt er. Deshalb gehe die Investorensuche weiter: «Wir brauchen neues Kapital, dringend, wie jede andere europäische Airline auch», so Hartleb gegenüber dem «Bund». Den Investoren bietet Hartleb ein Aktienpaket von Borer an, das dieser verkaufen will.

Immerhin kann er mit einer guten Nachricht aufwarten: Laut Hartleb steht die Airline davor, eine sogenannte Interlining-Kooperation abzuschliessen. Ein möglicher Partner ist die niederländische Fluggesellschaft KLM. Mit einem Ticket wäre es dann möglich, von Bern über Amsterdam in die Welt zu fliegen.

Berner Zeitung

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