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Skywork bleibt noch ein Tag

Bis Samstag muss die Berner Airline neues Geld beisammenhaben. Skywork bleibt zuversichtlich, viele Kunden dagegen springen ab.

Ob am Sonntagmorgen die Flugzeuge von Skywork am Boden bleiben?
Ob am Sonntagmorgen die Flugzeuge von Skywork am Boden bleiben?
Raphael Moser, AFP

Skywork arbeitet weiter intensiv daran, ein Darlehen oder eine Bürgschaft zu erhalten. Damit will das Unternehmen belegen, dass es den Winterflugplan finanzieren kann. Ansonsten wird das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) die Betriebsbewilligung zum Ende des Sommerflugplanes am Samstagabend entziehen, und die Flugzeuge müssten danach am Boden bleiben.

«Die Gespräche mit möglichen Investoren laufen, wir sind weiterhin zuversichtlich», bekräftigte Skywork-Sprecher Max Ungricht am Mittwoch. Mit wem gesprochen wird und wie viel Geld nötig ist, bleibt offen.Vorderhand läuft der Flug­betrieb normal. Ungricht räumt ein, dass seit Bekanntwerden des Bazl-Ultimatums Anfang letzter Woche «verständlicherweise relativ viele Kunden ihre Flüge für die Zeit nach diesem Samstag annulliert haben».

Damit geht der Airline weiteres Geld verloren, auch wenn die Kunden mit Economy-Tickets bloss die Flughafentaxen erstattet erhalten. Nur bei den teureren Economy-Flex­Tickets gibt es die Taxen sowie die Hälfte des Flugpreises zurück.

Beschränkte Ansprüche

Einige Kunden haben Flüge von einem Novembertermin auf Oktober vorverschoben. Für die Umbuchung bei normalen Economy-Tickets wird aber eine Gebühr von 75 Franken fällig sowie gegebenenfalls eine Tarifdifferenz. Sollte nun Skywork die Flüge absagen müssen, ist sie rechtlich verpflichtet, den Kunden den vollen Ticketpreis zu vergüten. Für alle Flüge muss die Airline auf Wunsch eine Ersatzlösung anbieten – etwa ein Bahnbillett nach Zürich-Flughafen und von dort ein Ticket mit einer anderen Airline ans vereinbarte Ziel.

Dieser Anspruch erlischt jedoch, wenn die Airline Konkurs anmeldet. Dann würden die Ticketeinnahmen Teil der Konkursmasse, auf welche in erster Linie die Angestellten für ihre Löhne und Sozialleistungen Anspruch hätten. Nochmals anders ist es für Kunden, die ihren Flug im Rahmen einer Pauschalreise bei einem Reisebüro gebucht haben.

Hier müssen sich die Kunden an ihr Reisebüro wenden. Deshalb sind die Reisebüros angehalten, sich einem Kundengeldabsicherer anzuschliessen. Allerdings halten sich nicht alle daran, zuletzt das in Konkurs gegangene Belper Reisebüro Holiday Maker.

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