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Siemens-Prozess: Zwei frühere Manager gestehen

Im dritten Strafprozess um den Siemens-Schmiergeldskandal haben zwei angeklagte frühere Manager des deutschen Konzerns am Montag Untreue eingeräumt.

1,3 Milliarden Euro sind hier in dunklen Kanälen verschwunden: Siemens.
1,3 Milliarden Euro sind hier in dunklen Kanälen verschwunden: Siemens.
Keystone

Es sei richtig, dass in seiner Amtszeit Schmiergeld-Zahlungen in der damaligen Kommunikationssparte des Unternehmens toleriert worden seien, sagte der 55-jährige frühere Siemens-Bereichsvorstand vor dem Landgericht München.

Einem einstigen Untergebenen, der bereits in einem vorangegangenen Prozess verurteilt worden war, habe er bei der Abwicklung der Zahlungen zunächst «weitgehend freie Hand» gelassen. Details über die Höhe der Zahlungen, die Empfänger und weitere Einzelheiten seien ihm aber nicht bekannt gewesen, sagte der Ex-Manager.

Auch sein früherer Kollege, der als Leiter des Rechnungswesens in der Sparte tätig war, gab den Untreue-Vorwurf zu. Die beiden Angeklagten sollen dubiose Zahlungen in Millionenhöhe gedeckt haben. Im Korruptionsskandal geht es um insgesamt 1,3 Mrd. Euro, die in dunklen Kanälen verschwunden sein sollen.

Gericht gab Tarif im Voraus durch

Bereits vorab hatte das Gericht den Angeklagten im Falle ihrer Geständnisse Bewährungsstrafen mit Geldauflagen beziehungsweise eine Geldstrafe vorgeschlagen. Zugleich wurde das Verfahren hinsichtlich des Vorwurfes der Beihilfe zur Bestechung eingestellt.

Der frühere Bereichsvorstand soll gemäss dem Vorschlag zu höchstens zwei Jahren auf Bewährung sowie zu einer Bewährungsauflage von nicht mehr als 100'000 Euro und einer Geldstrafe von höchstens 60'000 Euro verurteilt werden. Für seinen früheren Kollegen sieht das Gericht eine Bewährungsstrafe von höchstens einem Jahr und sechs Monaten bei einer Geldauflage von 40'000 Euro vor.

SDA/sam

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