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Sieben von neun wichtigen Exportbranchen legen zu

Die Schweizer Wirtschaft hat im dritten Quartal leicht mehr Waren ins Ausland exportiert. Während das Geschäft mit den USA floriert, schwächelt jenes mit Europa.

Im dritten Quartal 2013 haben die Exporte der Schweiz leicht zugelegt, die Importe dagegen sanken. Namentlich der Warenverkehr mit Europa schwächelte in beiden Richtungen, wie die Eidgenössische Zollverwaltung mitteilte. Insbesondere der Handel mit den USA florierte.

Die Handelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 6,9 Milliarden Franken. Exportiert wurde in diesem Quartal für 49,9 Milliarden Franken, was verglichen mit dem Vorquartal saisonbereinigt einem Plus von 1,3 Prozent entspricht. In den drei Vorquartalen war der Handelsbilanzüberschuss jeweils rückläufig.

Plus in sieben Branchen

In den ersten neun Monaten beliefen sich die Ausfuhren aus der Schweiz auf 150,1 Milliarden Franken. Dabei erzielten sieben der neun bedeutendsten Exportbranchen im Berichtsquartal ein Umsatzplus. Mit 10 Prozent wuchsen die Ausfuhren von Nahrungs- und Genussmitteln im Vergleich mit dem Vorjahresquartal am stärksten. Besonders der Verkauf von Kaffee und Tabakfabrikaten legte zu.

Die Kunststoffindustrie steigerte die Ausfuhren um 7 Prozent, die Maschinen- und Elektroindustrie sowie die Uhrenindustrie um 4 Prozent. Um 3 Prozent expandierten die Lieferungen von Präzisionsinstrumenten, um 2 Prozent jene der chemischen und der Pharmaindustrie

Die grafische und die Papierindustrie sowie die Textil-, Bekleidungs- und Schuhindustrie kämpften weiterhin mit Rückgängen.

Nach Ländern gesehen waren die Lieferungen ins europäische Umland um 2 Prozent rückläufig. Um 9 Prozent zurück gingen auch die Ausfuhren nach Ozeanien, wobei Australien ein Minus von 11 Prozent ausweist. Innerhalb von Europa machten sich besonders Rückgänge bei den grossen Volkswirtschaften Deutschland und Frankreich bemerkbar

Dagegen stiegen die Exporte nach Lateinamerika um 16 Prozent, jene nach Nordamerika um 6 Prozent und jene nach Asien um 1 Prozent. In Asien standen dem deutlichen Zuwachs von 18 Prozent der Exporte nach China und einem von 16 Prozent nach Saudiarabien ein Minus um 25 Prozent nach Indien und eines von 13 Prozent nach Japan gegenüber.

Importe vor allem wegen Strom im Minus

Die Importe gingen im dritten Quartal auf 43 Milliarden Franken zurück, saisonbereinigt zeigte sich aber ein schwaches Plus von 0,3 Prozent zum Vorquartal. Gemäss der Oberzolldirektion kam der seit dem Vorjahr beobachtete negative Trend fast zum Stillstand.

Die insgesamt gesunkenen Einfuhren rühren ausschliesslich von den um 25 Prozent gesunkenen Importen von Energieträgern und vor allem von Strom. Die Bezüge von Rohstoffen und Halbfabrikaten stagnierten, der Konsumgüterimport wuchs um 1 Prozent, wobei die Nahrungsmitteleinfuhr um 13 Prozent stieg.

Die Einfuhren von Investitionsgütern wuchsen um 4 Prozent, wobei das Wachstum breit abgestützt war. Unterhaltungselektronik hingegen wurde 10 Prozent weniger eingeführt, Schmuck und Ähnliches verzeichnete ein Minus von 17 Prozent.

Erstmals erreichte der Anteil Asiens am Gesamtimport über 15 Prozent. Dabei verdoppelten sich die Einfuhren aus Kasachstan innert Jahresfrist. Bei Nordamerika mit einem Plus von 8 Prozent nahm der Import aus Kanada unter anderem wegen der Einfuhr eines Verkehrsflugzeugs gleich um 81 Prozent zu.

SDA/mw

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