Seco überprüft Interdiscount wegen Scheinrabatten

Mal kostet eine iPhone-Hülle 29.90 Franken, mal «29.95 Franken statt 69.90» – diesen Umstand hat ein Mitarbeiter dokumentiert. Das ruft nun das Seco auf den Plan.

Wegen fragwürdiger Preisaktionen im Visier des Seco: Die Elektronikkette Interdiscount. (Archivbild von 2007)

Wegen fragwürdiger Preisaktionen im Visier des Seco: Die Elektronikkette Interdiscount. (Archivbild von 2007)

(Bild: Keystone Martin Ruetschi)

Der Elektronikhändler Interdiscount wird vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) wegen widersprüchlicher Preisangaben unter die Lupe genommen. Nach einem Bericht des Onlineportals «Watson» über mögliche Scheinrabatte in den Filialen laufen beim Seco Abklärungen. Über die Ergebnisse könne aber erst im Verlauf der Woche Auskunft gegeben werden. Die Kantonspolizei Zürich habe den Fall an die Wettbewerbshüter des Bundes weitergeleitet, heisst es.

Die Onlinezeitung hatte am Montag über einen Interdiscount-Mitarbeiter berichtet, der mehrere fragwürdige Preisaktionen dokumentiert hatte. So wurden etwa iPhone-Hüllen, die regulär 29.95 Franken kosteten, plötzlich für «29.95 statt 69.90» angeboten. Eine Küchenmaschine kostete erst «69.90 statt 89.90» und dann plötzlich «69.90 statt 129 Franken». Diese und weitere Fälle sind für den Händler «bedauerliche Einzelfälle», die wieder korrigiert worden seien, wird die Mediensprecherin des Konzerns zitiert.

Gemäss «Watson» waren die fehlerhaften Preisschilder in über 200 Filialen in der ganzen Schweiz angebracht, da die Preise in der Zentralstelle gemacht werden.

mlr

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