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Schweizer Börse verliert erneut deutlich an Boden

Rezessionsängste haben die Börsen weltweit auf Talfahrt geschickt. Der SMI stürzte zeitweise um mehr als 8 Prozent ab, begrenzte den Verlust bis zum Schluss aber auf 3,7 Prozent.

Die Aktienmärkte haben zum Wochenschluss mit panikartigen Ausverkäufen auf Kursstürze in Asien und weiter gewachsene Rezessionsängste reagiert. Der Swiss Market Index (SMI) hatte den Handel am Freitagmorgen bereits tief im roten Bereich begonnen. Am Vormittag stürzte der SMI vorübergehend um 8,2 Prozent auf bis zu 5410,94 Punkte ab. Obwohl die Wallstreet in New York mit schweren Verlusten eröffnete, ging es am Nachmittag an der Schweizer Börse vorerst nicht noch weiter abwärts. Zum Börsenschluss stand der SMI bei 5675,09 Punkten und damit noch 3,71 Priozent tiefer als am Vorabend.

Viele der 20 SMI-Titel brachen zeitweise auf Mehrjahrestiefs ein. Die UBS-Aktien stürzten vorübergehend auf den neuen absoluten Tiefstwert von 14,60 Franken ab. Credit Suisse brachen sogar um 15,7 Prozent ein. Bei Börsenschluss standen sie noch 5,21 beziehungsweise 5,29 Prozent im Minus. Grösste Verliererin im SMI war zum Wochenschluss die Zürcher Bank Julius Bär: Sie stand 13,05 Prozent tiefer. Es folgten der Lebensversicherer Swiss Life mit minus 9,87 und der bereits am Vortag für schwaches Auftragswachstum abgestrafte Technologiekonzern ABB mit minus 6,11 Prozent. Am Abend gab es im SMI zwei Gewinner: den Telecom-Konzern Swisscom (plus 1,6 Prozent) und den Agrochemiekonzern Syngenta (plus 0,17 Prozent).

Andere Börsen Europas stürzten stärker ab

Noch schlechter als dem SMI erging es anderen europäischen Börsen. In Frankfurt stürzte der Deutsche Aktienindex DAX zeitweise mehr als elf Prozent ab. Der DAX lag zum Schluss mit dem schlechtesten Wert seit über drei Jahren bei 4295,67 Punkten (minus 4,96 Prozent). Der französische Index CAC40 gab 3,54 Prozent ab, der FTSE 100 in London 5,0 Prozent.

Der Dow-Jones-Index ausgewählter Industriewerte in New York brach kurz nach Handelsbeginn an der Wall Street um bis zu 504 Zähler oder 5,8 Prozent auf 8187,48 Punkte ein. Auch hier gab es anschliessend eine gewisse Erholung, und am frühen europäischen Abend stand der Leitindex bei 8422 Zählern noch rund drei Prozent tiefer. Am Vortag hatte er um gut zwei Prozent im Plus geschlossen.

Ausgelöst wurde das Beben in Asien. In Japan stürzte der Nikkei-Index um 9,6 Prozent ab und schloss erstmals seit Mai 2003 unter der 8000-Zähler-Marke bei 7649.08 Punkten. Die Börse in Südkorea schloss erstmals seit mehr als drei Jahren unter 1000 Punkten. In Hongkong fiel der Hang Seng um 6,6 Prozent.

Schweizer Franken als Fluchtwährung

An den Devisenmärkten fand der Franken zu seiner Rolle als Fluchtwährung zurück. Der Euro stürzte gegen die Schweizer Währung im Vorabendvergleich bis zu 5,25 Rappen auf 1,4418 Franken ab, den tiefsten Kurs seit rund sechseinhalb Jahren. Am Abend war er zu 1,4731 (Vorabend: 1,4943) Franken am Markt. Der Dollar ermässigte sich zeitweise auf 1,1484 Franken und stand am Abend wieder bei 1,1618 (Vorabend: 1,1643) Franken.

ap/sda/vin

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