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Schweizer Börse schliesst im Plus

Nestlé, Novartis und Roche haben die Aktienmärkte nach oben getragen. Mit einer Zunahme von 1,4 Prozent liegt der SMI über der psychologisch wichtigen Marke von 6000 Punkten.

Die Schweizer Börse hat heute fester tendiert. Nach den starken Einbussen vom Vortag kam es zu Gelegenheitskäufen. Die US-Aktien zogen an, weil die monatlichen Arbeitsmarktdaten zwar schwach ausfielen, aber nicht ganz so schlecht wie von manchen Marktteilnehmern befürchtet. Eine Rezession dürfte nun eingepreist sein und die Investoren handelten nach dem Motto «Buy on bad News».

Der Swiss Market Index (SMI) zog 1,4 Prozent auf 6008 Punkte an. Im Wochenabstand resultierte ein Minus von gut 2 Prozent. Der breite Swiss Performance Index (SPI) gewann 1,3 Prozent auf 4946 Zähler.

Schwergewichte fester

Vor allem die kräftigen Gewinne der Indexschwergewichte Nestlé, Novartis und Roche trugen den Markt nach oben. Sie legten zwischen einem und drei Prozent zu. Biotechnologiewert Actelion legte vier Prozent zu. «Pharma und Lebensmittel gelten als relativ konjunkturresistente Sektoren und ihre Aktien werden in turbulenten Zeiten gerne als sichere Häfen angelaufen», sagte ein Händler.

Auch die am Vortag deutlich gefallenen Papiere von Swiss Re und Swiss Life verbuchten kräftige Anstiege. Swiss Re rückte trotz der Gewinnwarnung von Konkurrent Münchener Rück zwei Prozent vor. Die Aktien von Münchener Rück schnellten knapp sieben Prozent hoch. Die Aktien von Swiss Life gewannen 5,4 Prozent. Beide Versicherungstitel weisen seit einiger Zeit einen sehr volatilen Kursverlauf auf und hatten am Vortag über zehn Prozent eingebüsst.

UBS wieder klar im Minus

Dagegen rutschten die Aktien der Grossbank UBS nach anfänglichen Gewinnen erneut deutlich ins Minus. UBS verlor 3,9 Prozent. Credit Suisse schloss nach einem volatilen Verlauf 0,8 Prozent höher. Händler erwähnten eine Studie von Morgan Stanley, wonach die europäischen Banken weiteres Kapital benötigten. Uneinheitlich zeigten sich konjunktursensitive Aktien. ABB und Sulzer verloren fast zwei Prozent, während Oerlikon über neun Prozent gewannen.

Nach einem über weite Strecken schwachen Verlauf drehten die Aktien des Zementkonzerns Holcim ins Plus und stiegen ein Prozent zu. Konkurrent Lafarge hatte eine Gewinnwarnung abgegeben. Zudem untersucht die EU die Zementbranche wegen möglicher illegaler Preisabsprachen. Lafarge verlor in Paris knapp drei Prozent.

DAX legt zu, bleibt aber unter 5000 Punkten

Auch der deutsche Aktienmarkt präsentierte sich am Freitag freundlich. In Frankfurt lag der DAX zum Schluss um 2,59 Prozent im Plus, verpasste mit 4938,46 Zählern aber die 5000-Punkte-Marke. Der britische FTSE-100-Index stand zum Schluss um 2,7 Prozent höher, der französische CAC-40 um 2,4 Prozent.

In New York stand der Dow-Jones-Index ausgewählter Industriewerte am frühen europäischen Abend um 1,9 Prozent höher. In Japan hatte der Nikkei-Index zuvor um 3,6 Prozent auf 8583 Punkte nachgegeben. An anderen asiatischen Börsen zeigten die Kurse dagegen nach oben.

(sda/ap)

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