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Schwacher Euro: Schweizer Patrons wollen Jobs ins Ausland verlagern

Erholt sich die Leitwährung nicht, wird die Produktion zunehmend in den billigeren Euroraum verlegt. Die Auswirkungen des schwachen Euro auf die hiesigen Industrie-KMUs sind dramatisch.

Eigentlich wollte Paul Oertli den Stützpunkt in Holland schliessen. Die Produktion dort war mit 10 Mitarbeitern zu klein, um zu rentieren. Seit der Euro immer mehr schwächelt, denkt der Chef der Bülacher Maschinenfirma Oertli über das Gegenteil nach. Die Firma produziert Präzisionswerkzeuge für die Holz- und Kunststoffbearbeitung, zwei Drittel werden exportiert, vorab nach Deutschland. «Aus heutiger Sicht müssten wir in Holland auf 40 bis 50 Personen ausbauen, weil der Standort im Euroraum wegen des Wechselkurses kostengünstiger geworden ist», sagt Oertli, der das 1923 vom Grossvater gegründete Unternehmen in dritter Generation führt. «Eine solche Verlagerung würde bedeuten, dass in der Schweiz die entsprechenden Arbeitsplätze verloren gehen», sagt Oertli, «wie der Entscheid ausfallen wird, hängt von der weiteren Entwicklung des Wechselkurses ab.»

Kurzfristiges Umdenken wegen Euro–Krise

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