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SBB macht 20 Millionen Franken weniger Gewinn

Mehr Passagiere, aber ein höherer Personalaufwand und Investitionen: Die Halbjahreszahlen der SBB fallen um über einen Fünftel tiefer aus.

Verzeichnet ein tieferes Halbjahresergebnis als 2015: SBB-CEO Andreas Meyer (3. August 2016).
Verzeichnet ein tieferes Halbjahresergebnis als 2015: SBB-CEO Andreas Meyer (3. August 2016).
Keystone

Das Konzernergebnis der SBB verringerte sich im Vorjahresvergleich um 20 Millionen Franken auf 72 Millionen Franken, wie die SBB mitteilte. Dafür verantwortlich seien zur Hauptsache ein höherer Personalaufwand sowie höhere Abschreibungen aufgrund von Investitionen, heisst es.

Der Free Cashflow nach Finanzierung durch die öffentliche Hand belief sich laut SBB auf minus 563 Millionen Franken gegenüber minus 226 Millionen Franken in der Vorjahresperiode.

Stabilisierung der Pensionskasse

Ein einmaliger Arbeitgeberbeitrag zur Stabilisierung der Pensionskasse von 690 Millionen Franken habe den Free Cashflow belastet. Dieser Beitrag an die Pensionskasse habe sich ebenfalls auf die verzinsliche Nettoverschuldung ausgewirkt, die sich um 865 Millionen Franken auf 8813 Millionen Franken erhöht habe.

Die Kostenentwicklungen, insbesondere bei den Personalkosten, sowie die Verschuldung zeigten die Dringlichkeit von Spar- und Effizienzmassnahmen, schreibt die SBB weiter. Sie hatte im November 2015 RailFit20/30 lanciert, um die Gesamtsystemkosten der Bahn zu senken.

Rückläufige Erträge im Fernverkehr

Die Erträge im Personenverkehr blieben gegenüber der Vorjahresperiode stabil. Jene des Fernverkehrs seien um 1,2 Prozent auf 1,18 Milliarden Franken gesunken.

Diese Entwicklung wird auf einen Nachfragerückgang im internationalen Personenverkehr zurückgeführt, vor allem aufgrund der Sicherheitslage sowie den verstärkten Wettbewerb durch Fernbusse, Flugzeuge und Carsharing. Das Ergebnis im Personenverkehr sei dennoch um 3,4 Millionen auf 30 Millionen Franken gestiegen.

Mehr GA, weniger Halbtax

Die Anzahl Personenkilometer stieg im Vorjahresvergleich um 2,7 Prozent auf 9,3 Milliarden Kilometer, wie die SBB weiter schreiben. Ende Juni seien 458'819 Generalabonnemente im Umlauf gewesen, was einer Zunahme um 1,4 Prozent entsprochen habe. Die Anzahl Halbtaxabonnemente sei demgegenüber um ein Prozent auf 2,33 Millionen gesunken.

Die Selbstbedienungsquote bei den Billettverkäufen habe sich um 6,4 Prozent auf einen Gesamtanteil von 81,4 Prozent erhöht. Die Kundenpünktlichkeit habe um 0,3 Prozentpunkte auf 87,7 Prozent zugelegt, während die Anschlusspünktlichkeit, das heisst Reisende, die ihren Anschluss erreichten, rückläufig gewesen sei. Sie sank um 0,7 Prozentpunkte auf 96,3 Prozent.

SBB Cargo hat Minus verringert

Der nach wie vor starke Franken belaste den Güterverkehr weiterhin, schreibt die SBB weiter. Dennoch habe SBB Cargo im ersten Halbjahr 2016 das finanzielle Ergebnis gesteigert. Insgesamt sei die Verkehrsleistung beim Güterverkehr um 14,4 Prozent auf 8,72 Milliarden Nettotonnenkilometer gestiegen.

Der Halbjahresverlust von SBB Cargo habe auf minus vier Millionen Franken reduziert werden können gegenüber minus 25 Millionen Franken im Vorjahreshalbjahr. SBB Cargo International habe in die Gewinnzone zurückgefunden. Sie erzielte ein Halbjahresergebnis von drei Millionen Franken gegenüber einem Minus von 3,9 Millionen Franken im Vorjahr.

Mieterträge um 7 auf 224 Millionen Franken gesteigert

SBB Immobilien habe auch im ersten Halbjahr 2016 von der Dynamik in attraktiven Zentrumslagen profitieren können. Die Mieterträge seien um 7 Millionen auf 224 Millionen Franken gesteigert worden. Auch die Drittumsätze in den 32 grössten Bahnhöfen seien um 9 Millionen auf 780 Millionen Franken gestiegen. Das Halbjahresergebnis vor Ausgleichszahlungen sei indessen um 15 auf 173 Millionen Franken zurückgegangen.

Das Schienennetz der SBB sei erneut intensiver genutzt worden. Die Anzahl der verkauften Trassenkilometer sei um 2,4 Prozent auf 88,7 Millionen Kilometer gestiegen. Mit minus 76 Millionen Franken falle der Halbjahresverlust von SBB Infrastruktur um 18 Millionen Franken grösser aus als im Vorjahr.

SDA/psp

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