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SBB investiert im Tessin über eine Milliarde

1,5 Milliarden Franken bis 2020. Diese Investitionen plant die SBB im Tessin. Bis Ende 2016 werden die Bahnhöfe Lugano und Bellinzona umgebaut.

Eines der Investitionsprojekte der SBB im Kanton Tessin: der Bahnhof von Lugano. (Archivbild)
Eines der Investitionsprojekte der SBB im Kanton Tessin: der Bahnhof von Lugano. (Archivbild)
Karl Mathis, Keystone

Die Geschichte des modernen Tessins ist stark mit der Eisenbahn verbunden. Bis 2020 will die SBB im Südkanton 1,5 Milliarden Franken investieren. Unter anderem werden die Bahnhöfe von Lugano und Bellinzona umgebaut.

SBB-Chef Andreas Meyer, Tessiner Politiker und Forscher legten bei einer Veranstaltung am Mittwoch in Lugano dar, dass auch die Zukunft des Kantons wesentlich von der Schiene abhänge. Um «intelligente Mobilität» im Tessin Realität werden zu lassen, kündigte die SBB an, bis 2020 1,5 Milliarden Franken in Bahnhöfe, Rollmaterial und in die Infrastruktur zu investieren.

Noch sind es 300 Tage bis zur Eröffnung des Gotthard-Basistunnels – im Tessin werden bis Ende 2016 die Bahnhöfe in Bellinzona und Lugano grundlegend umgebaut. Mit dem vollständigen Ausbau von Gotthard- und Ceneri-Basistunnel werde der Güterverkehr auf der Nord-Süd-Achse um 40 Prozent zu nehmen, sagte SBB-CEO Andreas Meyer am Mittwoch in Lugano.

Mit der erreichten Fahrtzeitverkürzung werde das Tessin zu einer Metropole werden, in der die drei Zentren Lugano, Locarno und Bellinzona gut miteinander verbunden seien.

Zukunft im Zug

Rico Maggi, Professor an der Universität der italienischen Schweiz (USI), sprach über die Zukunft der kombinierten Mobilität. Carsharing und Carpooling seien Alternativen zur Schiene. Im Tessin sei diese Entwicklung noch schwach ausgeprägt, sagte Maggi auf Nachfrage. «Die Tessiner hängen stark am Auto in Privatbesitz», so der Professor.

Künftig könnten ausserdem Bahnhöfe noch vermehrt zu Büros werden. Auch einige Zugabteile könnten sich in «Business Lounges» verwandeln, sagte Maggi.

Einen «Kampf» zwischen der Schiene und der Strasse gebe es längst nicht mehr, stellte SBB-Chef Meyer fest. Der Bahnhof in Lugano sei das ideale Beispiel, um zu zeigen, wie verschiedene Mobilitätsformen sich ergänzen könnten. Die digitale Revolution werde auch massgeblich die Geschäftsfelder der SBB beeinflussen – sogar ein Preisnachlass sei «in zehn Jahren» so möglich, sagte Meyer.

SDA/ofi

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