Sawiris Konzern schreibt weniger Gewinn

Die Krise in Ägypten setzt dem Bau- und Hotelkonzern Orascom dieses Jahr zu. Die Bilanz von 2010 – 12 Prozent weniger Umsatz und 2 Prozent weniger Gewinn – wurde jedoch von anderen Faktoren getrübt.

Der Bau- und Hotelkonzern Orascom hat im vergangenen Geschäftsjahr weniger umgesetzt und verdient. Der stark in Ägypten und im übrigen arabischen Raum engagierte Konzern erwartet wegen der dortigen politischen Situation 2011 rund 30 Prozent weniger Hoteleinnahmen.

Der Umsatz von Orascom sank 2010 um 12 Prozent auf 516,1 Millionen Franken, wie das Unternehmen des ägyptischen Investors Samih Sawiris bekannt gab. Ursachen für den Rückgang seien der starke Franken sowie Beteiligungsverkäufe. Zudem habe Orascom im Gegensatz zum Jahr 2009 nicht viel Land verkauft.

Umsatz sinkt auf 513 Millionen Franken

Werden einmalige Effekte und die ungünstige Währungsentwicklung herausgerechnet, sank der Umsatz um 2 Prozent auf 513,5 Millionen Franken. Der Gewinn vor Minderheitsanteilen sank von 144,9 Millionen auf 122,3 Millionen Franken. Darin enthalten sind unter anderem ausserordentliche Rückstellungen wegen des Umsturzes in Ägypten von 15 Millionen Franken.

Im Hotel-Segment erhöhten sich Umsatz und Gewinn, während im Segment Immobilien und Bau diese beiden Kennziffern leicht rückläufig waren. Orascom besitzt 26 Hotels mit 6516 Zimmern.

Orascom will die internationale Expansion forcieren, wie es heisst. Das Unternehmen, welches 74 Prozent des Umsatzes in Ägypten erwirtschaftet, will sich geographisch stärker diversifizieren, um die Aktivitäten breiter abzustützen.

miw/sda

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