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S & P wegen irreführender Ratings verurteilt

Ein australisches Gericht hat die Ratingagentur S & P zur Zahlung von Schadenersatz verurteilt: Sie habe komplexe Finanzprodukte falsch bewertet. Das Urteil könnte Signalwirkung für Europa haben.

fko
Will Berufung gegen das Urteil einlegen: Standard & Poor's – im Bild das Büro in New York. (Archivbild)
Will Berufung gegen das Urteil einlegen: Standard & Poor's – im Bild das Büro in New York. (Archivbild)
Keystone

Wegen irreführenden Bewertungen von Finanzprodukten hat ein Bundesgericht in Australien die Ratingagentur Standard & Poor's heute Montag zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt. Die Agentur hatte komplizierte Finanzprodukte mit der Höchstnote AAA und damit als sichere Anlage bewertet, berichtete die Zeitung «The Australian» auf ihrer Internetseite. Standard & Poor's kündigte an, Berufung gegen das Urteil einzulegen, meldete die Rundfunkanstalt ABC News.

Mehrere Städte und Gemeinden kauften die Derivate und verloren während der Finanzkrise rund 16 Millionen australische Dollar (12,8 Millionen Euro) mit der Investition. Neben Standard & Poor's müssen auch die Investmentbank ABN Amro und der Finanzdienstleister LGFS für die Schadensersatzforderungen aufkommen. Das Urteil könnte als Präzedenzfall auch Auswirkungen auf Europa haben, wo ähnliche Finanzprodukte im Wert von zwei Milliarden australischen Dollar verkauft wurden, zitierte ABC News aus einer Stellungnahme des Unternehmens IMF Australia, das die Sammelklage finanziert hatte.

(dapd)

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