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Razzia bei Schindler in Japan

Vergangene Woche starb in Kanazawa bei einem Unfall mit einem Schindler-Lift eine Frau. Die japanischen Behörden haben nun die Räumlichkeiten der Schweizer Firma durchsucht.

kpn
Übliches Vorgehen der Ermittler: Beamte betreten den Sitz von Schindler in Nagoya, Japan. (5. November 2012)
Übliches Vorgehen der Ermittler: Beamte betreten den Sitz von Schindler in Nagoya, Japan. (5. November 2012)
Keystone

Die japanische Polizei hat den Landessitz des Lift- und Rolltreppenherstellers Schindler in Tokio durchsucht. Grund ist der Unfall von vergangener Woche in einem Lift eines Hotels in Kanazawa, bei dem eine Putzfrau ums Leben gekommen ist. Barbara Schmidhauser, Konzernsprecherin von Schindler, bestätigte entsprechende Berichte japanischer Medien sowie von «Blick.ch».

Gegenüber der Nachrichtenagentur sda erklärte sie, dieses Vorgehen der Behörden sei in derartigen Fällen in Japan üblich. Schindler hatte bereits zuvor die vollumfängliche Unterstützung bei den Ermittlungsarbeiten zugesichert. Die Ursachen des Unfalls seien nicht näher bekannt und Schindler könne deshalb keine weiteren Informationen zum Hergang des Unfalls geben, hiess es bereits vor einigen Tagen.

Nicht der erste Unfall

Schindler stand in der japanischen Öffentlichkeit während Jahren in der Kritik, als bei einem Unfall mit einem Schindler-Lift 2006 ein Jugendlicher ums Leben kam. Konstruktionsfehler konnten allerdings nicht nachgewiesen werden.

Schindler-Manager haben damals mit einer öffentlichen tiefen Verbeugung in Tokio ihr Bedauern ausgedrückt und versucht, das Vertrauen wieder herzustellen. Dennoch konnte Schindler jahrelang keine Lifte mehr in Japan verkaufen.

Bei Hinterbliebenen entschuldigt

Der erneute tödliche Unfall war in Japan bereits nach kurzer Zeit das grosse Thema in den Medien. Wie Schindler-Mediensprecherin Barbara Schmidhauser auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte, habe das Unternehmen jedoch einiges «anders gemacht» als im Jahr 2006.

Bereits kurz nach dem Unfall habe Schindler eine Medienkonferenz gehalten. Das Unternehmen entschuldigte sich dabei bei den Hinterbliebenen für den Vorfall und sprach sein Beileid aus. Auch habe man «alles gesagt, was man weiss».

(SDA)

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