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Prozess gegen Bank wegen Lehman-Papieren

Ein Ehepaar hat in Deutschland eine Sparkasse eingeklagt. Es wurde angeblich schlecht über die Produkte der Pleite-Bank Lehman Brothers informiert.

Am Frankfurter Landgericht hat heute ein Prozess wegen Geschäften mit Wertpapieren der zusammengebrochenen US-Bank Lehman Brothers begonnen. Ein Ehepaar klagt gegen die Frankfurter Sparkasse, weil das Institut die Anleger aus deren Sicht nicht ausreichend auf Risiken hingewiesen hat. Die Eheleute fühlen sich falsch beraten und nicht ausreichend informiert über die von Lehman an die Sparkasse geflossenen Provisionen.

Das Ehepaar hat mit einem Lehman-Zertifikat auf europäische und deutsche Indizes 12'000 Euro Verlust erlitten. Das Paar wolle erreichen, dass das Kreditinstitut den Kauf der Wertpapiere wieder rückgängig macht, sagte ein Gerichtssprecher.

Bank lehnt Vergleich ab

Die Frankfurter Sparkasse lehnte einen Vergleich mit Anlegern ab. Im ersten Verfahren dieser Art müsse die Sparkasse auf einem Urteil bestehen, sagte ihr Anwalt am Freitag bei der Verhandlung. Der Richter setzte einen weiteren Termin auf Ende November fest, an dem bereits das Urteil fallen könnte.

Die Frankfurter Sparkasse hat nach eigenen Angaben etwa 5000 Kunden Lehman-Zertifikate verkauft und überprüft derzeit, ob in einzelnen Fällen Fehlverhalten der eigenen Mitarbeiter vorliegen könnte. In Hamburg hatte sich die Dresdner Bank vor einem Prozess verpflichtet, einer Anlegerin 21'000 Euro zurückzuerstatten.

SDA/vin

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