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Philips erzielt höheren Gewinn – Konzernchef bleibt pessimistisch

Philips bekommt den allgemeinen Abschwung in der Elektronikbranche vorerst nicht zu spüren: Der niederländische Konzern verzeichnet im ersten Quartal ein kräftiges Wachstum.

Der Elektronikkonzern Philips hat im ersten Quartal vor allem wegen eines kräftigen Wachstums in seinem Gesundheitsgeschäft mehr umgesetzt als erwartet. Zudem fiel der Gewinn dank des greifenden Spar- und Umbauprogramms höher aus als gedacht.

Wegen der Unsicherheiten im europäischen Geschäft bleibe Philips aber mit Blick auf den Rest des Jahres vorsichtig, sagte Konzernchef Frans van Houten am Montag in Amsterdam.

Der Umsatz stieg von 5,26 Milliarden im Vorjahr auf 5,6 Milliarden Euro. Operativ und vor Zinsen und Steuern stieg der Gewinn von 318 Millionen auf 438 Millionen Euro. Unter dem Strich blieben 249 Millionen, nach 138 Millionen Euro vor einem Jahr.

Gesundheitsgeschäft wächst dank Schwellenländern

Aufträge und Umsätze im wichtigen Gesundheitsgeschäft legten deutlich zu. Besonders aus den Schwellenländern kamen mehr Bestellungen, aber auch die Kunden in Nordamerika gaben den Niederländern mehr Aufträge. Aus der Heimatregion Europa hingegen kamen weniger Bestellungen.

Positiv schlug für Philips zudem der Verkauf des 50-Prozent-Anteils an der Kaffeemarke Senseo an den US-Partner Sara Lee von Anfang Jahr zu Buche. Philips bleibt bis zum Jahr 2020 der alleinige Hersteller für die Kaffeemaschinen und erhält für seinen Anteil 170 Millionen Euro.

800 Millionen Euro einsparen

Dennoch will Philips bis Ende 2014 rund 800 Millionen Euro einsparen. Davon betroffen sind die Verwaltung, die IT-Abteilung, das Finanzressort sowie das Personalwesen und das Immobilienmanagement des Konzerns. Zunächst einmal kosten die Einschnitte aber Geld.

Mit insgesamt 373 Millionen Euro Kosten und Investitionen in fast derselben Höhe kalkulieren die Niederländer. Davon dürfte mit 200 Millionen Euro der grösste Block im laufenden Jahr anfallen.

An der Börse sorgte der überraschende Gewinnsprung für gute Laune: Zwischenzeitlich legte die Philips-Aktie am Montag um mehr als sechs Prozent zu.

SDA/mrs

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