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Ölfeuer zwang A380 zur Notlandung

Die europäischen Flugsicherheitsbehörde ist bei den Ermittlungen zur Triebwerkspanne des Superjumbos einen Schritt weitergekommen. Die A380-Maschinen von Qantas Airways bleiben weiterhin am Boden.

Neue Erkenntnisse: Die Qantas-Maschine nach der Notlandung in Singapur.
Neue Erkenntnisse: Die Qantas-Maschine nach der Notlandung in Singapur.
Keystone
Glimpflich abgelaufen: Das beschädigte Triebwerk des Qantas-Airbus.
Glimpflich abgelaufen: Das beschädigte Triebwerk des Qantas-Airbus.
Keystone
Ein Tag nach der Notlandung der A380 musste eine Boeing-7474 der Qantas Airline umkehren. Die Qantas-Sprecherin sagt, es bestehe kein Zusammenhang bei den Triebwerkschäden.
Ein Tag nach der Notlandung der A380 musste eine Boeing-7474 der Qantas Airline umkehren. Die Qantas-Sprecherin sagt, es bestehe kein Zusammenhang bei den Triebwerkschäden.
Keystone
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Die Europäische Agentur für Flugsicherheit EASA hat Meldungen ausdrücklich widersprochen, nach denen die Ursache für den Triebwerkausfall des vor einer Woche notgelandeten Airbus 380 der Fluggesellschaft Qantas geklärt sei. Bekannt sei lediglich, dass ein Bauteil der Turbine gebrochen sei und ausgelaufenes Öl sich entzündet habe. «Warum das Öl auslaufen und dadurch den Brand verursachen konnte, weiss man aber noch nicht», sagte der Sprecher der EASA, Dominique Fouda, der Nachrichtenagentur dapd am Donnerstag in Köln.

Zuständig für die Untersuchungen sei die Australische Behörde für Transportsicherheit (ATSB). «Wir als EASA sind nur mit dem Vorfall befasst, weil wir die Turbine bei der Zulassung zertifiziert haben», sagte Fouda.

Verstärkte Kontrollen

Um ähnliche Vorfälle zu verhindern, ordnete die EASA am Donnerstag zusätzliche Sicherheitsüberprüfungen an. Die Fluggesellschaften müssen die im A380 eingesetzten Turbinen nach jeweils zehn Flügen nach von der Behörde festgelegten Kriterien durchsehen. Bei Auffälligkeiten dürfen die Flugzeuge nicht abheben. Ähnliche Untersuchungen hatte bereits zuvor der Hersteller der Turbinen Rolls-Royce empfohlen.

Die Triebwerke vom Typ Trent 900 werden an insgesamt 20 Flugzeugen der Lufthansa, der australischen Qantas und der Singapore Airlines eingesetzt. Qantas kündigte am Donnerstag an, die A380 - trotz der Möglichkeit sie starten zu lassen - vorerst am Boden zu lassen. Die Sicherheit der Flotte müsse zunächst vollständig gewährleistet seien. Die Ausfälle würden durch andere Maschinen kompensiert.

Lufthansa fliegt weiter

Die Lufthansa will die A380 dagegen weiterhin starten lassen. «Wenn bei den von der EASA angeordneten Untersuchungen keine Auffälligkeiten auftreten, setzen wir die Flugzeuge ein», sagte Lufthansa-Sprecher Thomas Jachnow.

SDA/jak

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