Novartis-Tochter Alcon holt weitere Jobs in die Schweiz

Alcon bekennt sich für die geplante Eigenständigkeit zum Standort Schweiz. Den Hauptsitz wird die Augenheilmittel-Sparte in Genf haben.

Die Novartis-Tochter Alcon bekennt sich für die geplante Eigenständigkeit zum Standort Schweiz: Alcon am Sitz in Hüneberg. (Archiv)

Die Novartis-Tochter Alcon bekennt sich für die geplante Eigenständigkeit zum Standort Schweiz: Alcon am Sitz in Hüneberg. (Archiv) Bild: Urs Flüeler/Keystone

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Die Firma Alcon, die bald als börsennotiertes Unternehmen an der SIX Swiss Exchange und der New York Stock Exchange existieren wird und sich von Novartis trennt, hat einen neuen Hauptsitz gefunden. Der neue globale Hauptsitz werde in Genf sein und in Freiburg registriert werden, teilte Novartis am Dienstag mit. Bis jetzt lag dieser im texanischen Fort Worth, der als wesentlicher Knotenpunkt erhalten bleiben werde.

Nach dem Börsengang werde Alcon bis zu 700 Mitarbeitende in der Schweiz beschäftigen. Bislang arbeiten in der Schweiz rund 600 Personen für das Unternehmen, verteilt auf die Standorte Schaffhausen, Genf, Rotkreuz ZG und Freiburg.

Wie es in der Medienmitteilung vom Dienstag weiter heisst, sollte die Abspaltung im ersten Halbjahr 2019 abgeschlossen sein – vorausgesetzt alles läuft nach Plan. Für Novartis selbst wird erwartet, dass die Transaktion steuerneutral ist, wenn die entsprechenden Stellungnahmen und Entscheidungen positiv ausfallen.

Vasellas Wunschkandidat

Novartis hatte den texanischen Augenheilkundespezialisten 2011 für rund 50 Milliarden Dollar übernommen. Ursprünglich hatte der damalige Novartis-Chef Daniel Vasella Alcon unbedingt kaufen wollen. So wollte er absehbare Umsatz- und Gewinnrückgänge kompensieren, welche durch Patentabläufe im Pharmageschäft drohten.

Vasellas Nachfolger Jörg Reinhardt sowie der neue Konzernchef Vas Narasimhan wollen Novartis wieder zu einem reinen Pharmaplayer umbauen. Seit Anfang 2017 lief daher eine «strategische Überprüfung», was mit Alcon geschehen sollte.

Alcon produziert Laser und Ultraschallgeräte, mit denen Augenärzte Menschen mit grünem Star (zu hoher Augeninnendruck) oder grauem Star (Eintrübung der Augenlinse) behandeln. Beim grauen Star hilft nur eine Operation, bei der die natürliche Linse durch eine künstliche ersetzt wird. Auch solche Linsen fertigt Alcon an. Ferner hat die Noch-Novartis-Tochter Kontaktlinsen, Pflegemittel sowie frei verkäufliche Augenheilmittel im Programm. (sda)

Erstellt: 11.09.2018, 07:11 Uhr

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