Zum Hauptinhalt springen

Nestlé: «Wir warten nicht, bis uns Steuern angedroht werden»

Nestlé habe bereits seit 2000 den Zuckeranteil in Esswaren um einen Drittel reduziert, meint Nestlé-Präsident Paul Bulcke. Und zwar unabhängig von Steuern.

«Nestlé behandelt Grossbritannien nicht anders als andere Länder.»: Nestlé-Präsident Paul Bulcke in Sao Paolo am 15. März 2018.
«Nestlé behandelt Grossbritannien nicht anders als andere Länder.»: Nestlé-Präsident Paul Bulcke in Sao Paolo am 15. März 2018.
Fernando Bizerra Jr., Keystone
Coca-Cola hat den Zuckergehalt bei den Marken Fanta und Sprite gesenkt: Regal in einem Laden in Birkenhead im Nordosten Englands. (Archivbild)
Coca-Cola hat den Zuckergehalt bei den Marken Fanta und Sprite gesenkt: Regal in einem Laden in Birkenhead im Nordosten Englands. (Archivbild)
Paul Ellis, AFP
1 / 2

Nestlé-Präsident Paul Bulcke bestreitet, dass die Nahrungsmittelbranche im Kampf gegen Fettleibigkeit nur auf Drohungen reagiert. «Wir warten nicht, bis uns Steuern angedroht werden», sagte Bulcke im Interview mit der «NZZ am Sonntag».

So habe Nestlé den Zucker in Esswaren vom Jahr 2000 bis 2010 um ein Drittel reduziert. «Bei gewissen Produkten sind wir nochmals um 8 Prozent runter», sagte der Präsident des Nahrungsmittelriesen.

Keine Preiserhöhungen

Laut Bulcke entsüsste Nestlé dabei nicht nur Limonaden in Grossbritannien, wo die Regierung am Freitag eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke eingeführt hat. «Nestlé behandelt Grossbritannien nicht anders als andere Länder.» Auch in der Schweiz habe Nestlé den Zucker in den Getränken schon reduziert.

Allerdings wolle der Konzern Zucker nicht bloss durch künstliche Süssstoffe ersetzen. So habe Nestlé in England diese Tage einen Schokoriegel mit natürlichem Zucker lanciert. Dieser Zucker sei aber anders verarbeitet und enthalte ein Drittel weniger Kalorien. Schmecken tue er aber gleich süss wie bisher. «Wir möchten ihn auch für andere Produkte verwenden.»

Die Konsumenten müssten dafür aber nicht mehr Geld hinblättern: «Von Preiserhöhungen halte ich nichts», sagte Bulcke. Trotz teurerer Entwicklung würde sich das auf lange Sicht nicht auszahlen.

SDA/sep

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch