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Nationalbank mit elf Milliarden Gewinn in drei Monaten

Die grossen Währungsreserven und Aktienpakete spülen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) viel Geld in die Kasse. Im ersten Quartal erzielte sie einen Gewinn von 11,2 Milliarden Franken.

Grund zur Freude: SNB-Präsident Thomas Jordan.
Grund zur Freude: SNB-Präsident Thomas Jordan.
Keystone

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) weist für das erste Quartal 2013 einen Konzerngewinn von 11,22 Milliarden Franken aus. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte noch ein Verlust von 1,56 Milliarden Franken resultiert.

Das Ergebnis der Nationalbank ist überwiegend von der Entwicklung der Gold-, Devisen- und Kapitalmärkte abhängig. Starke Schwankungen sind deshalb die Regel und Rückschlüsse auf das Jahresergebnis sind nur bedingt möglich, wie die SNB in ihrer Mitteilung schrieb.

Hauptsächlich Wechselkursgewinne

Im ersten Quartal 2013 trug der Gewinn auf den Fremdwährungspositionen von insgesamt 11,16 Milliarden Franken massgeblich zum Konzerngewinn bei. Im Vorjahr hatte es hier noch einen Verlust von 2,6 Milliarden Franken gegeben.

Der Erfolg auf den Fremdwährungspositionen im abgelaufenen Quartal war hauptsächlich auf Wechselkursgewinne von 5,2 Milliarden Franken sowie auf Bewertungsgewinne auf Aktien von 4,9 Milliarden Franken zurückzuführen. Auf dem mengenmässig unveränderten Goldbestand resultierte ein geringer Bewertungsverlust von 0,1 Milliarden Franken. Die Zahlen weisen allerdings nur die Entwicklung bis Ende März aus, bevor der Preis des Goldes einbrach.

Verlust auf den Frankenpositionen

Der Wert der Anlagewährungen entwickelte sich uneinheitlich. So stiegen der US-Dollar seit Jahresbeginn gegenüber dem Franken um 4 Prozent und der Euro um 0,9 Prozent. Die Wechselkursgewinne auf diesen beiden anteilsmässig wichtigsten Währungen überwogen die Verluste auf dem japanischen Yen und dem britischen Pfund.

Weiter erlitt die SNB in der Berichtsperiode einen Verlust auf den Frankenpositionen von insgesamt 21,0 Millionen (Vorjahr: 14,1 Millionen) Franken. Dieser setzte sich im Wesentlichen aus Kursverlusten von 39 Millionen und Zinserträgen von 20 Millionen Franken zusammen, heisst es.

Weiter weist die Konzernrechnung 1,7 Milliarden Franken an Zinserträgen und 0,2 Milliarden Franken an Dividendenerträgen auf. Die Kurse auf Obligationen und Aktien entwickelten sich unterschiedlich. Auf Zinspapieren und -instrumenten resultierte ein Verlust von 0,9 Milliarden Franken. Die Beteiligungspapiere und -instrumente dagegen profitierten weiter vom günstigen Börsenumfeld und trugen mit 4,9 Milliarden Franken zum Erfolg bei.

Positive Entwicklung des Stabilisierungsfonds

Der von der SNB 2008 mit toxischen Papieren der UBS gegründete Stabilisierungsfonds entwickelt sich laut Mitteilung weiterhin positiv. Er weist einen Quartalsgewinn von 582 Millionen Dollar aus und der Beitrag zum Konzernergebnis beträgt 182 Millionen Franken.

Wie die SNB weiter mitteilte, konnte das Darlehen an den Stabilisierungsfonds im ersten Quartal von 4,4 Milliarden Franken auf 3,3 Milliarden Franken reduziert werden. Damit ging das Gesamtrisiko für die SNB von 5,1 Milliarden Franken auf 4,0 Milliarden Franken zurück.

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