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Nächste Pleite droht bei US-Versicherer AIG

Das nächste Grossunternehmen gerät in den Strudel der Finanzkrise: Mit Hilfe der US-Notenbank sucht AIG 75 Milliarden Dollar. Findet der Versicherer das Kapital nicht, muss er Konkurs anmelden.

Drei Ratingagenturen haben gestern American International Group weiter hinuntergestuft. Moody's senkte die Bewertung auf Aa3, Standard Poor's auf A- und Fitch auf A. Das macht es für den weltgrössten Versicherer noch teurer, Geld aufzunehmen. Und das kommt im dümmsten Moment. Denn AIG braucht dringend 14,5 Milliarden Dollar Liquidität, um seinen Verpflichtungen nachzukommen. Die Krise bei Versicherungsriesen führte gestern an der Börse zu einem Kurssturz. Die AIG-Aktien verloren 61 Prozent, nachdem sie bereits am Freitag über 40 Prozent gefallen waren.

Nun arbeitet die amerikanische Notenbank zusammen mit den Investmentbanken Goldman Sachs und JP Morgan Chase fieberhaft daran, einen Kredit über 75 Milliarden Dollar für AIG auf die Beine zu stellen. Kommt die Finanzierung nicht zu Stande, muss AIG gemäss der «New York Times» wohl Konkurs anmelden. Dies wollen die Beteiligten verhindern. Denn ein Untergang eines solch grossen Mitspielers auf den internationalen Finanzmärkten würde die Krisenstimmung nochmals verschärfen.

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