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Mythos, Macht und Moneten: Die Geschichte der Nationalbank in Bern

Die Nationalbank hat die wichtigste Adresse der Schweiz: Sie und nicht etwa das Bundeshaus liegt am Bundesplatz 1. Dies ist allerdings Zufall, wie vieles in der Geschichte des Nationalbankgebäudes in Bern. Heute vor 100 Jahren wurde es eingeweiht.

Das Ensemble von Nationalbank und Bundeshaus Nord aus der Vogelperspektive: Rechts auf dem Dach ist die Cafeteria zu sehen, welche die Mitarbeiter nutzen können.
Das Ensemble von Nationalbank und Bundeshaus Nord aus der Vogelperspektive: Rechts auf dem Dach ist die Cafeteria zu sehen, welche die Mitarbeiter nutzen können.
Alexander Gampeler/Nationalbank/zvg

Für einmal macht die Schweizerische Nationalbank (SNB) keine Schlagzeilen mit geldpolitischen Entscheiden oder umstrittenen Transaktionen ihres Präsidenten: Ihr Gebäude in Bern feiert heute seinen 100.Geburtstag. Dass die Nationalbank neben ihrem Sitz in Zürich auch einen in der Bundesstadt hat, ist keineswegs selbstverständlich. Patrick Halbeisen, Mitautor der Chronik «Die Schweizerische Nationalbank in Bern», die zum 100-Jahr-Jubiläum erschienen ist, erklärt: «Zürich war schon zu Beginn des 20.Jahrhunderts das grösste Finanz- und Bankenzentrum der Schweiz.» Es lag deshalb näher, die Institution, die 1907 ihren Betrieb aufnahm, in der Bankenstadt anzusiedeln. Tatsächlich fanden viele Politiker damals, eine Zentralbank müsse rein privatwirtschaftlich organisiert sein und in Zürich ihren Sitz haben. Doch andere meinten, weil eine Notenbank eine enge Beziehung zum Staat habe, sollte sie dem Bund gehören und in Bern liegen.

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