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Mit ein paar Klicks zu weniger Stromverbrauch

Das Waadtländer Start-up E-Smart hat ein System entwickelt, mit dem man den Energieverbrauch in den eigenen vier Wänden jederzeit überwachen und regeln kann.

Angefangen habe alles mit einem Gespräch, erzählt Laurent Fabre, Absolvent der ETH Lausanne. «Wir haben festgestellt, dass in einem Auto ein Blick auf das Armaturenbrett dafür genügt, zu wissen, wie viel Benzin man verbraucht. Wieso soll es denn nicht möglich sein, in einer Wohnung oder einem Haus zu sehen, wie viel Strom, Wasser und Energie man gerade benötigt?»

Kurzerhand entwickelte er gemeinsam mit seinem Doktorandenkollegen Fabrizio Lo Conte ein Steuerungssystem für Gebäude, das live den Verbrauch anzeigt. Der Nutzer kann die Einstellungen jederzeit ändern und so nicht nur die Umwelt schonen, sondern auch Kosten sparen. 2011 gründeten Lo Conte und Fabre den ETH-Ableger E-Smart.

Ein Vorteil ihres Systems ist die Benutzerfreundlichkeit. Sie zeigt sich etwa darin, dass man verschiedene Szenarien programmieren kann. Wenn der Hausbesitzer sein Heim verlässt, kann er beispielsweise das Programm «Auf Wiedersehen» wählen. Nun werden alle Lichter gelöscht, die Fensterläden schliessen sich, und die Raumtemperatur wird auf 18 Grad eingestellt.

Die Steuerung funktioniert entweder über einen im Gebäude an der Wand montierten Berührungsbildschirm oder von unterwegs über das Smartphone (Android und iOS). Der Touchscreen an der Wand dient auch als Videogegensprechanlage.

Der Clou: Für das System sind keine zusätzlichen Kabel nötig. Elektriker montieren die nötigen Komponenten einfach hinter die bestehenden Lichtschalter und Steckdosen. Kostenpunkt: rund 3000 Franken pro Wohnung.

In der Romandie hat das Start-up bereits rund 450 Gebäude ausgerüstet. Dieses Jahr will es im Deutschschweizer Markt weiter expandieren und ab 2016 sein System auch ins Ausland verkaufen.

www.myesmart.ch

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