Zum Hauptinhalt springen

Migros übertrifft den grössten Rivalen

Der Discounter Denner und die Mineralölgesellschaft Migrol waren für die Migros 2012 Wachstumstreiber: Der Detailhandelsriese hat im letzten Jahr den Umsatz gesteigert – und damit Coop übertroffen.

Der wichtigste Geschäftszweig ist der Detailhandel: Eine Kundin in Zürich. (Archivbild)
Der wichtigste Geschäftszweig ist der Detailhandel: Eine Kundin in Zürich. (Archivbild)
Keystone

Die Migros hat im vergangenen Jahr im Detailhandel mehr eingenommen. Der Umsatz im wichtigsten Geschäftszweig des Konzerns legte um 1,4 Prozent auf 21,35 Milliarden Franken zu.

Das Wachstum verdankt die Nummer eins im Schweizer Detailhandel allerdings allein seinen Töchtern. Mit den eigenen Läden setzte er weniger um: Die Super- und Fachmärkte der zehn Migros-Genossenschaften erzielten mit 14,52 Milliarden Franken 0,4 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahr. Die Veränderung ist um den Sondereffekt einer Umsatzverschiebung von 78,1 Millionen Franken von der Genossenschaft Migros Zürich zu Migrolino bereinigt.

Gut verkauft hätten sich besonders Produkte mit Labels, teilte die Migros mit. Der Umsatz im Bio-Segment legte um 9,1 Prozent zu. Mit dem Nachhaltigkeitslabel FSC zertifizierte Holzprodukte generierten gar 19,2 Prozent mehr Einnahmen als noch im Vorjahr.

Die wichtigsten Umsatztreiber der Migros-Gruppe waren aber die Detailhandels-Töchter: Der Discounter Denner steigerte den Umsatz um 1,8 Prozent auf 2,8 Milliarden Franken, wie er bereits Anfang Woche mitgeteilt hatte.

Die Mineralölgesellschaft Migrol legte gar um 7,4 Prozent zu und erreichte 1,9 Milliarden Franken Umsatz. Dabei profitierte sie allerdings vom steigenden Ölpreis, der 4,4 Prozent anzog. Globus verzeichnete einen Umsatzrückgang von 1,1 Prozent auf 779 Millionen Franken, wie ebenfalls bereits vermeldet wurde.

0,9 Prozent tiefere Preise

Die Migros senkte ihre Preise im Detailhandel um durchschnittlich 0,9 Prozent. Daraus ergibt sich ein realer Anstieg des Detailhandelsumsatzes von 2,3 Prozent.

Im Jahr 2012 wuchs das Verkaufsstellen-Netz um 8 Filialen auf 631. Die Verkaufsfläche aller Läden, Fachmärkte und Restaurants zusammengenommen stieg damit um 0,9 Prozent auf 1'344'738 Quadratmeter, was rund 190 Fussballfeldern entspricht.

Abseits des Detailhandels wirtschaftete der Migros-Konzern auch in der Finanzindustrie solide: Die Migros Bank verzeichnete 2012 ein deutliches Wachstum der Kundengelder um 7,4 Prozent auf 29,4 Milliarden Franken, wie sie am Mittwoch mitgeteilt hatte. Allerdings sank der Bruttogewinn um 1,9 Prozent auf 312 Millionen Franken.

Weniger gut lief das Geschäftsjahr des Reiseanbieters Hotelplan, dessen Umsatz um 13,5 Prozent auf 1,2 Milliarden schrumpfte. Als Grund nannte die Migros die schwachen Ergebnisse im Italien-Geschäft.

Mit den vorgelegten Zahlen übertrifft die Migros ihren grössten Rivalen Coop. Dessen Detailhandelsumsatz stieg 2012 um 0,5 Prozent an und erreichte 18,5 Milliarden Franken, wie er Anfang Januar bekanntgegeben hatte.

SDA/rbi

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch