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Mehr als vier Milliarden Gewinn für Siemens

Deutschlands grösster Technologiekonzern hat seinen Gewinn im Geschäftsjahr 2009/10 gesteigert – und beteiligt seine Aktionäre mit einer üppigen Dividende am Erfolg.

Erfreuliche Botschaften: Siemens-CEO Löscher vor der Jahrespressekonferenz am 11. November in München.
Erfreuliche Botschaften: Siemens-CEO Löscher vor der Jahrespressekonferenz am 11. November in München.
Reuters

Siemens verdiente netto 4,068 Milliarden Euro; das ist ein unerwartet deutliches Plus von 63 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie der Konzern am Donnerstag in München mitteilte. Die Aktionäre sollen eine Dividende von 2.70 Euro erhalte: knapp 70 Prozent mehr als die 1.60 Euro im Vorjahr.

Siemens wolle künftig zwischen 30 und 50 Prozent des Nachsteuergewinns ausschütten, kündigte Konzernchef Peter Löscher an. Vor allem die sprudelnden Gewinne aus der Energietechnik und die anziehende Nachfrage nach Industrieausrüstung stimmen ihn optimistisch. Der Auftragseingang legte um 3 Prozent auf 81,2 Milliarden Euro zu.

«Wir kommen mit vollem Schwung aus der Krise», sagte Löscher. Für 2010/11 prognostizierte er einen Anstieg des Gewinns aus fortgeführtem Geschäft, der zuletzt bei rund 4,1 Milliarden Euro gelegen hatte, um 25 bis 35 Prozent. Der Umsatz werde moderat wachsen, die Auftragslage sich weiter verbessern.

Umsatz verharrt auf dem Niveau

Im abgelaufenen Geschäftsjahr war der Umsatz des ABB-Konkurrenten bei knapp 76 Milliarden Euro nahezu konstant geblieben. In den drei Kernsegmenten Industrie, Energie und Medizintechnik verdiente Siemens operativ mit 7,8 Milliarden Euro so viel wie nie zuvor.

Siemens sei der weltweit grösste Anbieter umweltfreundlicher Technologien, hiess es. Mit rund 28 Milliarden Euro entfielen mehr als ein Drittel des Umsatzes auf «grüne Produkte und Lösungen». Bis Ende des Geschäftsjahres 2014 will Siemens hier mehr als 40 Milliarden umsetzen.

Im Schlussquartal des am 30. September geendeten Geschäftsjahres 2009/10 legte der Umsatz vor allem dank der anziehenden Industriekonjunktur um 8 Prozent auf 21,3 Milliarden. Euro zu. Wegen einer Abschreibung von 1,2 Milliarden auf die Diagnostiksparte resultierte allerdings ein Quartalsverlust von rund 400 Millionen.

SDA/raa

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