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Massiver Stellenabbau bei Straumann

Erneute Hiobsbotschaft für den Wirtschaftsstandort Basel: Der Zahnimplantatehersteller Straumann baut an seinem Hauptsitz 110 Stellen ab.

Der Zahnimplantatehersteller Straumann in Basel. (17. Februar 2005)
Der Zahnimplantatehersteller Straumann in Basel. (17. Februar 2005)
Keystone

Am Hauptsitz des Zahnimplantateherstellers Straumann in Basel kommt es zum personellen Kahlschlag: Das Unternehmen streicht 110 der aktuell rund 490 Stellen. Damit fällt fast jeder fünfte Arbeitsplatz der jüngsten Reorganisation zum Opfer.

Straumann begründet die Personalreduktion – weltweit werden 200 von rund 2400 Stellen wegfallen – mit der ausbleibenden Erholung des Marktes für Zahnimplantate. Mit der am Montag angekündigten Reorganisation wird Straumann seinen Personalbestand in etwa wieder auf das Niveau des Jahres 2008 schrumpfen, wie Konzernchef Marco Gadola gegenüber der Nachrichtenagentur SDA sagte.

«Es war Zeit, der Realität des Marktes in die Augen zu schauen», sagte Gadola weiter. Das Wachstum des Marktes, mit welchem man vor einem Jahr noch gerechnet habe, sei nicht eingetroffen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt rechne man zudem auch nicht damit, dass es bald zu einer Erholung komme. Angesichts dessen lasse sich der derzeitige Personalbestand nicht länger aufrechterhalten.

Tatsächlich hat Straumann im vergangenen Jahr mit 686,3 Millionen Franken rund 100 Millionen Franken weniger umgesetzt als im Jahr 2008 – aber rund 300 Personen mehr auf der Lohnliste gehabt. Im Zuge der nun angekündigten Reorganisation werden hauptsächlich administrative Stellen wegfallen. Die Produktion in Villeret ist von Abbau gemäss Angaben von Straumann nicht betroffen.

Schlechte Marktentwicklung

Im ersten Quartal hat sich die schlechte Marktentwicklung zudem weiter in den Zahlen von Straumann niedergeschlagen. Aufgrund der schwachen Konjunktur in Europa und der Billigkonkurrenz verringerte sich der Umsatz von Januar bis März im Vergleich zu 2012 um 6 Prozent auf 174,8 Millionen Franken.

Während in Europa und Japan die Verkäufe zurückgingen, konnte Straumann in Nordamerika immerhin einen mehr oder weniger stabilen Umsatz verzeichnen. In Lateinamerika und China kam es gar zu einem Wachstum. Mehr als die Hälfte des Umsatzes machte Straumann aber in Europa. Zusätzlich hat das Unternehmen insbesondere in Spanien und Italien eine gute Marktposition, in Ländern also, in denen die Konsumstimmung besonders schlecht ist.

Einen ersten Stellenabbau hat Straumann bereits vergangenen Herbst angekündigt. Damals wurden weltweit 150 Stellen gestrichen, 50 davon in Basel. Entlassen werden mussten damals in der Stadt am Rheinknie rund 30 Personen.

(SDA)

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