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Massenentlassung in Luzerner Industriewerk

Am Standort der deutschen BOA AG im luzernischen Rothenburg kommt es zu einem massiven Stellenabbau: Von 168 Angestellten werden 155 entlassen. Schuld sei der starke Franken.

155 Mitarbeiter müssen gehen: Das Werk der BOA AG in Rothenburg.
155 Mitarbeiter müssen gehen: Das Werk der BOA AG in Rothenburg.
boagroup.com

Der deutsche Industriekonzern BOA setzt am Schweizer Werk in Rothenburg LU zum Kahlschlag an. Von den 168 Stellen sollen 155 abgebaut werden. Als Grund nannte das Unternehmen die Verluste des Produktionswerks. Die Gewerkschaften übten scharfe Kritik am Abbau.

Der anhaltend hohe Franken, verbunden mit der immer noch schlechten Wirtschaftslage in Europa machten die Massnahmen notwendig, teilte die Gruppe, die der US-Finanzgesellschaft AEA gehört, am Freitagnachmittag mit. Denn die 2012 durchgeführten Entlassungen sowie Kurzarbeit hätten nicht ausgereicht, um das Werk aus der unbefriedigenden Profitabilität zu führen.

Die betroffenen Mitarbeiter wurden von der Firmenleitung informiert. Nun beginnt das gesetzlich vorgeschriebene Konsultationsverfahren. Dabei soll zwischen Management und Angestelltenkommission erörtert werden, ob Alternativen zum weitreichenden Stellenabbau möglich seien und wie solche Alternativen aussehen könnten.

Die Gewerkschaften übten scharfe Kritik: «Wieder einmal will ein in Bedrängnis geratener internationaler Konzern dort Stellen abbauen, wo es am bequemsten geht: in der Schweiz. Das ist rücksichts- und verantwortungslos und zeugt nicht von Qualitätsdenken», schreibt Angestellte Schweiz in einem Communiqué.

(SDA)

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