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Lust der Kaffeeliebhaber kommt teuer zu stehen

Der Kaffee dürfte vielerorts teurer werden. Nicht der Kaffee selber, vielmehr höhere Transport- und Stromkosten sind dafür verantwortlich.

Die Preiserhöhungen werden sehr unterschiedlich ausfallen, wie es beim Schweizer Cafetier Verband (SCV) auf Anfrage hiess.

Laut dem Branchenmagazin «expresso» gehen Schätzungen von einem Preisanstieg für Kaffee von mindestens fünf Prozent im kommenden Jahr aus. Heute verlangen gemäss einer Umfrage im Auftrag des Magazins 54 Prozent der Restaurants und Cafes in der Deutschschweiz zwischen 3,55 und 4 Franken für einen Cafe Crème.

Auch SCV-Geschäftsführerin Johanna Bartholdi ging auf Anfrage von einem Aufschlag beim Kaffee aus – auch wenn dieser eigentlich nicht teurer geworden ist. Grund seien unter anderem höhere Lohnkosten, aber auch steigende Ausgaben für Strom, Transporte und gewisse Rohstoffe. Für viele Betriebe sei es schwierig, diese Kosten nicht zu übertragen.

Unterschiedlich hoher Preisaufschlag

Wie viel der Preisaufschlag betragen wird, kann laut Bartholdi nicht abgeschätzt werden. «Ich müsste im Kaffeesatz lesen», sagte sie. Viele Cafetiers würden sich einen Aufschlag zweimal überlegen. So sei in den vergangenen Jahren jeweils nur in rund 30 Prozent der Fälle ein Aufschlag erfolgt. «Und auch dieses Jahr dürfte die Mehrheit wegen der allgemeinen Wirtschaftslage zurückhaltend sein», sagte die SCV-Geschäftsführerin. Es gebe eine ganze Reihe von Betrieben, die überhaupt noch nie aufgeschlagen hätten.

Nur rund 3,5 Prozent der Restaurants und Cafes verlangen heute noch weniger als drei Franken für den Cafe Crème, wie die Umfrage von Gastro Call im Auftrag des Branchenmagazins weiter ergab. Immerhin: 78 Prozent Betriebe garnieren den Kaffee gemäss Umfrage kostenlos mit einem Guetzli oder Schokolade. Die Befragung wurde vom 24. Juli bis 1. September 2008 bei 286 Betrieben in der Deutschschweiz durchgeführt.

AP/mbr

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