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Lufthansa-Flugbegleiter künden 24-Stunden-Streik an

Nach elf Stunden haben auch die Flugbegleiter der Lufthansa in München ihren Streik beendet. Am Freitag wollen die Flight Attendants die Arbeit flächendeckend niederlegen.

Tausende Gestrandete: Flugpassagiere sitzen beim zweiten Lufthansa-Streik auf dem Münchner Franz-Josef-Strauss-Flughafen fest. (5. September 2012)
Tausende Gestrandete: Flugpassagiere sitzen beim zweiten Lufthansa-Streik auf dem Münchner Franz-Josef-Strauss-Flughafen fest. (5. September 2012)
AFP
Bleiben am Boden: In München werden zahlreiche Starts der Lufthansa-Maschinen bereits vor dem angekündigten 24-Stunden-Streik abgesagt. (4. September 2012)
Bleiben am Boden: In München werden zahlreiche Starts der Lufthansa-Maschinen bereits vor dem angekündigten 24-Stunden-Streik abgesagt. (4. September 2012)
Keystone
Lufthansa musste bereits Flüge streichen: Anzeigetafel am Flughafen Berlin-Tegel. (4. September 2012)
Lufthansa musste bereits Flüge streichen: Anzeigetafel am Flughafen Berlin-Tegel. (4. September 2012)
Reuters
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Wegen des Streiks der Flugbegleiter hat die Lufthansa auch am Mittwoch rund 20 Verbindungen gestrichen. Mehr als 1500 Passagiere sassen an zuvor bestreikten Flughäfen fest und mussten die Nacht in Hotels verbringen. In den Flughäfen Frankfurt am Main und München schliefen Dutzende Passagiere auf Feldbetten, wie ein Lufthansa-Sprecher berichtete.

Die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO hatte damit ihre Drohung in die Tat umgesetzt und die Streikmassnahmen ausgeweitet. Drei Flughäfen – Frankfurt, Berlin-Tegel und München – waren von der Arbeitsniederlegung betroffen, mehrere hundert Flüge wurden gestrichen. Bei der ersten Streikwelle vom vergangenen Freitag war nur am Flugdrehkreuz Frankfurt die Arbeit niedergelegt worden.

43'000 Passagiere betroffen

Bei der zweiten grossen Streikaktion traten die Flugbegleiter gestaffelt in den Ausstand: In Frankfurt und Berlin-Tegel stellten sie die Arbeit am frühen Morgen für etwa acht Stunden ein; in München begann der Streik um 13 Uhr und dauerte bis Mitternacht.

Die Lufthansa musste in der Folge mehr als 300 Flüge streichen, die meisten davon in Frankfurt. Insgesamt 43'000 Passagiere waren betroffen.

Nachwirkungen des Streiks

Fluggäste der Lufthansa bekommen die Folgen des Streiks des Kabinenpersonals am Dienstag auch einen Tag danach noch zu spüren. Wie die Lufthansa am Mittwochmorgen auf ihrer Internetseite mitteilte, sind für diesen Tag an mehreren deutschen Flughäfen 20 Flugverbindungen der grössten deutschen Airline gestrichen worden.

Sechs Streichungen betreffen innerdeutsche Flüge, bei den anderen handelt es sich um Rückflüge aus dem Ausland zu den Flughäfen Frankfurt und München. Auch für Donnerstag sind bereits zwei Verbindungen zwischen München und Turin gestrichen worden.

Schweiz kaum betroffen

Nur wenige Lufthansa-Flüge aus oder nach der Schweiz mussten gestrichen werden. Zwischen Zürich und Frankfurt fielen zehn, von und nach München zwei Flüge aus, wie es auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda hiess. Auf der Strecke Genf-Frankfurt waren sechs Flüge betroffen, beim EuroAirport Basel-Mülhausen gab es weder Verspätungen noch Annulationen.

Die Lufthansa rief die UFO erneut zu Verhandlungen auf - ein neues Angebot im seit Monaten schwelenden Tarifstreit machte das Unternehmen jedoch nicht. Die Fluggesellschaft bietet weiterhin 3,5 Prozent mehr Lohn, UFO fordert hingegen fünf Prozent mehr Lohn.

Weiterer Streik für Freitag angekündigt

Die Gewerkschaft geht nun sogar noch weiter: Sie kündigte an, dass die Flugbegleiter der Lufthansa am Freitag flächendeckend für 24 Stunden streiken werden.

sda/dapd/AFP/mw

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