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Lufthansa-Angestellte streiken in Frankfurt

Jetzt ist es definitiv: Die Flugbegleiter der Lufthansa werden ihren Streik heute um fünf Uhr früh in Frankfurt beginnen. Passagiere müssen mit langen Wartezeiten und Ausfällen rechnen.

Streik soll acht Stunden dauern: Lufthansa-Logo vor einer Anzeigentafel am Frankfurter Flughafen.
Streik soll acht Stunden dauern: Lufthansa-Logo vor einer Anzeigentafel am Frankfurter Flughafen.
Keystone

Die Flugbegleiter der Lufthansa beginnen ihren Streik heute in Frankfurt. Das hat die Kabinengewerkschaft Ufo am späten Donnerstagabend mitgeteilt.

Der erste Ausstand des Kabinenpersonals in der Geschichte der Lufthansa soll demnach um 5 Uhr morgens beginnen und bis 13 Uhr dauern. Fluggäste müssen sich auf erhebliche Behinderungen und Flugausfälle einrichten.

Streiks ausschliesslich in Frankfurt

Nach Angaben von Ufo-Sprecher Alexander Behrens sollen sowohl Kurz- als auch Langstreckenflüge betroffen sein. Gestreikt würde ausschliesslich auf dem Airport in Frankfurt. Am Lufthansa- Drehkreuz Frankfurt starten und landen jeden Tag 840 Maschinen der Fluggesellschaft.

Lufthansa hat ihre Gäste gebeten, sich über die Website www.lufthansa.com über den Status der eigenen Verbindung zu informieren. Die Fluggesellschaft wollte einen möglichst grossen Teil ihres Flugplans fliegen, Vorrang haben dabei die Interkontinentalverbindungen.

Den «grösstmöglichen Schaden» anrichten

Die Gewerkschaft hatte am Dienstag nach dem Scheitern langwieriger Verhandlungen den Streik ausgerufen, dem die Mitglieder schon vorab zugestimmt hatten.

Ufo hat in den seit 13 Monaten andauernden Verhandlungen nach drei Jahren Nullrunden neben fünf Prozent höheren Entgelten unter anderem das Ende der Leiharbeit und Schutz gegen die Auslagerung von Jobs verlangt. Lufthansa plant hingegen mittelfristige Einsparungen bei den Personalkosten und will dafür unter anderem die Beförderungsstufen strecken.

Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo will mit ihren angekündigten Streiks bei der Lufthansa den «grösstmöglichen wirtschaftlichen Schaden» anrichten. Das sagte Gewerkschaftschef Nicoley Baublies dem in Neubrandenburg erscheinenden «Nordkurier».

Es gehe ihnen nicht darum, den Fluggästen zu schaden. «Wäre es nach uns gegangen, hätte es zu diesem Arbeitskampf erst gar nicht kommen müssen», wurde er in der Freitagsausgabe zitiert.

dapd/fko

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