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Kommentar: Das Ende ist bitter

Die Geschichte war zu schön, um wahr zu sein: Auf dem Areal des zusammengebrochenen Berner Druckmaschinenherstellers Wifag bleibt das wirtschaftliche Wunder aus.

Das ist für die betroffenen 45 Mitarbeiter bitter. Das Vorhaben, mit den Maschinen der Wifag Getriebe für Traktoren herzustellen, war zu stark mit dem im August 2010 verstorbenen Unternehmer Markus Liebherr verknüpft. Seine Tochter, die nun bei der Mali AG die Fäden zieht, glaubte offensichtlich nicht daran, dass es möglich ist, in Bern gewinnbringend Getriebe für Traktoren herzustellen. Das Ende kommt nicht überraschend: Die neue Führung der Mali AG erweckte nie den Eindruck, dass sie für den Standort in Bern eine Vision zu entwickeln vermag.

Die Rettung eines Teils der Wifag-Arbeitsplätze in Bern ist damit gescheitert. Vom Erbe des traditionsreichen Druckmaschinenherstellers bleibt am Nordring nichts mehr übrig. Zu gross waren die Fehler des früheren Verwaltungsrats unter der Leitung von Ulrich Zimmerli. Viel zu lang befolgte er die Vorgabe der verstorbenen Mehrheitsaktionärin Ursula Wirz und versuchte, den Weg der Eigenständigkeit zu gehen. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass die Industriebrache im Berner Nordquartier rasch einer zukunftsträchtigen Nutzung zugeführt wird.

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