Zum Hauptinhalt springen

Kanton Bern setzt sich weiter für Wasserkraft ein

Der Kanton Bern ist weiter gewillt, sich für die Wasserkraft einzusetzen. Das machte Energiedirektorin Barbara Egger am Dienstag am Berner Wassertag deutlich.

Suzanne Thoma, Chefin der BKW, stellte fest: «Die Investitionen in die Wasserkraft rentieren zurzeit kaum.»
Suzanne Thoma, Chefin der BKW, stellte fest: «Die Investitionen in die Wasserkraft rentieren zurzeit kaum.»
Urs Baumann

Rund 250 Akteure aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft befassten sich mit Chancen und Risiken der Wasserkraft im Kanton Bern. Egger betonte gemäss Angaben ihrer Direktion, dass die Energiewende nur gelingen könne, wenn die Wasserkraft gefestigt und wo immer möglich ausgebaut werde.

Der Kanton Bern wolle deshalb bis Ende 2035 die Wasserkraftproduktion um zehn Prozent steigern. Dabei stünden die Grosswasser- und die Speicherkraftwerke im Fokus.

Besorgt zeigte sich Egger über die derzeitige Situation auf dem Strommarkt. Der Kanton Bern habe bereits einiges zur Stützung der Wasserkraft unternommen. So habe er den Wasserzins bei allen grossen Anlagen um zehn Prozent gesenkt und die Möglichkeit von Investitionsbeihilfe und Nothilfe geschaffen.

Vom Bund forderte Egger nachhaltige Rahmenbedingungen für die Wasserkraft und Investitionsbeiträge. Zudem müsse er dafür sorgen, dass Schützer und Nutzer zusammen ausgewogene Lösungen fänden.

Kaum rentable Projekte

Suzanne Thoma, die Chefin des bernischen Energiekonzerns BKW, stellte fest, dass sich die Investitionen in die Wasserkraft zurzeit kaum rentierten. Eine Ausnahme sei möglicherweise das Projekt Trift im Oberhasli.

Dieses biete die Chance, die Kapazitäten der bernischen Speicherkraftwerke von 200 auf 285 Millionen Kubikmeter Wasser zu erhöhen, sagte Daniel Fischlin, Chef der Kraftwerke Oberhasli.

Für den Bund ist klar, dass es weitere Massnahmen zur Schaffung nachhaltiger Rahmenbedingungen für die Wasserkraft braucht. Das stellte Christian Dupraz vom Bundesamt für Energie fest. Im Vordergrund stehe auf Bundesebene eine Neuregelung des Wasserzins-Maximums.

Ion Karagounis vom WWF betonte, die Umweltverbände seien nicht a priori gegen eine vermehrte Nutzung der Wasserkraft. Im Zentrum stünden allerdings weniger neue Werke als eine Effizienzsteigerung bei bestehenden Anlagen. Keinen Platz sieht der WWF für den Bau neuer Kleinwasserkraftwerke.

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch