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Kanadischer Buffett kauft Blackberry

Eine Investorengruppe unter der Führung des Unternehmens Fairfax Financial kauft den angeschlagenen Smartphone-Hersteller für 4,7 Milliarden Dollar. Danach wird Blackberry wohl von der Börse genommen.

Neue Hoffnung für den angeschlagenen Smartphone-Pionier Blackberry: Der Konzern hat einen Kaufinteressenten gefunden. Die Investmentholding Fairfax Financial würde Blackberry gerne in einem 4,7 Milliarden Dollar schweren Geschäft schlucken.

Treibende Kraft hinter der Übernahmeofferte ist Prem Watsa, Chef von Fairfax Financial. Der Manager mit indischen Wurzeln wird auch der «kanadische Warren Buffett» genannt nach dem US-Starinvestor mit dem scheinbar untrüglichen Sinn fürs Geldverdienen. Fairfax Financial besitzt bereits 10 Prozent an Blackberry.

Aktienkurs geht hoch

Die Übernahme ist jedoch noch lange nicht in trockenen Tüchern. Zunächst will die Finanzfirma die Bücher von Blackberry studieren, wofür sie sich sechs Wochen Zeit ausgebeten hat.

Bis zum Abschluss einer Übernahme kann auch noch ein alternativer Käufer auftauchen. Zunächst unterzeichneten beide Seiten nur eine Absichtserklärung. Der Kurs von Blackberry ging nach der Bekanntgabe hoch.

Blackberry leidet unter den Verkaufserfolgen von Apples iPhone und den Android-Handys etwa von Samsung. Die eigenen Smartphones verkaufen sich dagegen trotz eines neuen, hoffnungsvoll gestarteten Betriebssystems namens Blackberry 10 nur schleppend.

4500 werden gestrichen

Das kanadische Unternehmen erwartet deshalb einen Verlust von fast 1 Milliarde Dollar im Quartal und streicht weitere 4500 Jobs – das sind rund 40 Prozent der Belegschaft.

Blackberry hatte bereits vor einigen Wochen angekündigt, die Möglichkeit eines Verkaufs auszuloten. «Wir sind der Überzeugung, dass diese Transaktion ein aufregendes neues Kapital in privatem Besitz eröffnen kann», erklärte Watsa.

Der Fairfax-Chef will die Smartphone-Firma nach dem Kauf von der Börse nehmen, was ihm mehr Freiheiten bei einem möglichen Umbau eröffnen würde. Blackberry würde damit dem Vorbild des PC-Herstellers Dell folgen, der ebenfalls unter schwachen Verkäufen leidet und momentan von seinem Gründer zurückgekauft wird.

SDA/kpn

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