Jetzt steigt der Tabakriese bei Juul ein

Für fast 13 Milliarden Dollar hat sich die Altria Group beim E-Zigarettenhersteller Juul eingekauft. Zum Tabakkonzern gehören Marlboro und Chesterfield.

Der E-Zigaretten-Hersteller Juul ist in den USA sehr erfolgreich. (Zürich, 4. Dezember 2018)

Der E-Zigaretten-Hersteller Juul ist in den USA sehr erfolgreich. (Zürich, 4. Dezember 2018)

(Bild: Keystone Ennio Leanza)

Der US-Tabakkonzern Altria mit Marken wie Marlboro und Chesterfield steigt für 12,8 Milliarden Dollar beim E-Zigaretten-Hersteller Juul ein. Altria kaufte einen Anteil von 35 Prozent an Juul, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Damit verdoppelt sich der Marktwert von Juul von umgerechnet rund 14 Milliarden Euro auf etwa 33 Milliarden Euro.

Juul bleibe weiterhin vollkommen unabhängig, versicherte Altria. Der E-Zigaretten-Hersteller Juul ist in den USA sehr erfolgreich. Er steht seit 2015 aber auch immer wieder in der Kritik, junge Menschen zum Nikotinkonsum zu verführen. E-Zigaretten sind weniger schädlich für den Nutzer als herkömmliche Zigaretten - der Nikotingehalt aber ist weiterhin hoch. Daher machen sie schnell süchtig.

Juul stellte bereits die Werbung in sozialen Medien ein. «Wir wollen nicht, dass Jugendliche das Produkt nutzen», sagte Vorstandschef Kevin Burns. «Es ist schlecht für die öffentliche Gesundheit und es ist schlecht für unsere Botschaft, die lautet: Schafft Zigaretten ab.»

Video: Was halten Passanten von der E-Zigarette?

Hype um Juul: Wer «juult», fühlt sich nicht wie ein Süchtiger. Weil der Dampf nicht kratzt. Und genau das ist das Perfide an der neuen E-Zigi. (Video: Multimedia Team TA)

sep/AFP

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